Gold
- Marion Schlegel - Redakteurin

Ukraine-Krise: Gold als Krisenwährung gefragt

Die Sorge vor einer Eskalation in der Ukraine hat Anleger zu Beginn der Woche verstärkt in sichere Anlagehäfen getrieben. Zu den großen Gewinnern am Markt zählte der Goldpreis, der am Montagvormittag den höchsten Stand seit vier Monaten erreichte. In der Spitze stieg der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) auf 1.350 Dollar. So viel wurde für das Edelmetall zuletzt Ende Oktober bezahlt. Der Goldpreis konnte damit den Aufwärtstrend seit dem Jahreswechsel weiter fortsetzen. Gegen Mittag notiert die Unze 0,5 Prozent im Plus bei 1.344,84 Dollar.

 

Sicherer Hafen wieder im Fokus

"Durch geopolitische Risiken ist Gold wieder als sicherer Hafen gefragt", kommentierte ein Rohstoffanalyst aus Singapur die Lage. Ein weiterer Experte geht davon aus, dass der Goldpreis kurzfristig weiter steigen dürfte. Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis bereits um etwa zwölf Prozent gestiegen, nachdem er im vergangenen Jahr zeitweise auf bis zu 1.180 Dollar abgerutscht war.

Im Konflikt zwischen der Ukraine und Russland hat die internationale Gemeinschaft nach militärischen Drohungen aus Moskau zuletzt ein diplomatisches Warnsignal an den Kreml geschickt. Die sieben führenden Industrienationen der Welt (G7) hatten in der Nacht zum Montag alle Vorbereitungstreffen für den G8-Gipfel in Russland im Juni ausgesetzt.

 

Auf steigende Notierungen setzen

Aber nicht nur die Lage in der Ukraine dürfte den Goldpreis beflügeln, auch das übrige Umfeld ist weiterhin positiv für das Edelmetall. Vieles deutet auf eine Fortsetzung der jüngst gestarteten Aufwärtsbewegung hin. Investierte Anleger bleiben im vorgestellten Turbo-Long mit der WKN SG4 EL3 investiert. Der Stopp sollte zur Absicherung bei 15 Euro platziert werden. Auch für einen Neueinstieg ist es noch nicht zu spät.

(Mit Material von dpa-AFX)

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