Goldman Sachs Index/Partizip. Zert GLD
- Marion Schlegel - Redakteurin

Goldpreis: Jetzt erst recht!

In den vergangenen Monaten ging es nahezu nur abwärts beim Goldpreis. Die Erste Group erwartet aber schon bald eine Stabilisierung und auf 12-Monatssicht wieder deutlich höhere Kurse.

Obwohl laut derzeitigem Marktkonsens der Bullenmarkt bei Gold vorbei ist, sind die fundamentalen Argumente, die für Gold sprechen, überzeugender denn je zuvor. Dies geht aus der jüngsten Studie der Erste Group „In gold we trust" hervor. „Für die derzeitige Finanzära gibt es keinen „Backtest". Noch nie zuvor wurden geldpolitische Experimente einer derart enormen Größenordnung weltweit durchgeführt. Wenn es jemals die Notwendigkeit für eine monetäre Absicherung durch Veranlagung in Gold gegeben hat, dann jetzt." Hans Engel, International Equities Analyst der Erste Group erwartet, dass die Zentralbanken ihre expansive Politik fortsetzen werden, was definitiv zu einem Anstieg des Goldpreises führen wird. Insgesamt geht Engel davon aus, dass in den kommenden Quartalen die positiven Fundamentalargumente für Gold mehr Beachtung finden werden und sich der Goldpreis wieder erholen wird, wenn auch nur langsam.

 

Langsame Erholung erwartet

Der Goldpreis ist in letzter Zeit zwar aus technischen Gründen abgestürzt, doch sollte ihn die expansive Politik der Zentralbanken wieder beflügeln - auf 12-Monatssicht auf 1.480 Dollar, erwartet die Erste Group. Angesichts der enormen Verschuldungsproblematik in den Kernstaaten der OECD ist ihrer Ansicht nach nicht mit einem Starken Anstieg der Zinsen zu rechnen. Demzufolge sollten die Realzinsen negativ beziehungsweise niedrig bleiben, was ein positives Umfeld für Gold bedeutet.


Korrektur wie in den 1970er Jahren

Auch DER AKTIONÄR sieht die aktuelle Korrekturphase als gute Möglichkeit, um sukzessive im Goldsektor einzusteigen beziehungsweise bestehende Positionen auszubauen. Insbesondere physisches Gold erscheint hier interessant, aber auch zahlreiche Minenunternehmen, die zuletzt zum Teil zu unrecht deutlich unter die Räder gekommen sind. Man sollte bedenken, dass große Bullenmärkte immer massive Zwischenkorrekturen erfahren haben. Beispielsweise rutschte der Goldpreis in den 1970er-Jahren zwischenzeitlich um mehr als 44 Prozent auf 103 Dollar ab, bevor er anschließend seine Rallye fortsetzte bis jenseits der 800-Dollar-Marke. Würde der Goldpreis das gleiche Ausmaß der Korrektur wie damals auch jetzt erfahren, bestünde ein Restrisiko für das Edelmetall bis in den Bereich von 1.073 Dollar. Anleger, die auf Zertifikate setzen wollen, sind im derzeit volatilen Umfeld am besten mit einem Tracker-Zertifikat beraten, beispielsweise von Goldman Sachs mit der WKN GS0 HH0.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Marion Schlegel | 0 Kommentare

Goldpreis bricht nach oben aus – die Gründe

Nachdem sich der Goldpreis bereits in den vergangenen Tagen stark präsentiert hatte, konnte er im Zuge der Entscheidung der Schweizer Nationalbank (SNB) am Donnerstag gleich mehrere wichtige Widerstände nach oben durchbrechen. Nachdem die SNB die faktische Anbindung des Schweizer Franken an den … mehr
| Marion Schlegel | 0 Kommentare

Goldpreis: Was macht bloß China?

Der Goldpreis ist im August erneut leicht unter Druck geraten. Dabei rutschte das Edelmetall auch unter wichtige Unterstützungen: die insbesondere psychologisch wichtige Marke bei 1.300 Dollar, die 90- und die 200-Tage-Linie. Im Bereich von 1.280 Dollar hat der Goldpreis aber vorerst Halt gefunden. … mehr