Commerzbank Knock-Out GLD
- Marion Schlegel - Redakteurin

Goldpreis: Hin- und hergerissen

Immer wieder versucht sich der Goldpreis am Ausbruch über die Marke von 1.400 Dollar. Bislang ist es dem Edelmetall allerdings nicht nachhaltig gelungen. Die Vorzeichen für den Goldpreis sind zwar weiterhin gut. Aber es gibt auch negative Stimmen.

Der Goldpreis hat sich in den vergangenen Tagen weiter festigen können und arbeitet an einer Bodenbildung. Derzeit kämpft das Edelmetall allerdings mit dem insbesondere psychologisch wichtigen Widerstand von 1.400 Dollar. Bereits mehrmals hat der Goldpreis bereits darüber geschaut, um anschließend wieder darunter zurückzufallen. Am frühen Nachmittag kostet eine Feinunze 1.397,59 Dollar.

 

Zwei Experten - zwei Meinungen

Zurzeit scheiden sich die Geister, was die Entwicklung des Goldpreises angeht. So erwartet Nouriel Roubini, Wirtschaftsprofessor an der Universität New York, der bereits das Platzen der Immobilienblase in den USA vorhergesehen hatte, auf der Webseite Projekt Syndicate, dass er einen Rückgang des Goldpreises bis 2015 bis in den Bereich von 1.000 Dollar erwartet. Fehlende Inflation und bessere Renditen bei anderen Anlagen wie Aktien seien zwei von sechs Gründen für eine Abwärtsbewegung des Goldpreises, schreibt Roubini.

Ganz anders sieht das beispielsweise Prof. Dr. Thorsten Polleit, Chefvolkswirt bei der Degussa Goldhandel GmbH. Er schreibt in einem Bericht auf Goldseiten.de, dass der Verkaufsdruck im Goldmarkt vor allem von institutionellen Investoren ausgehe - wie der Rückgang der Goldbestände bei den Exchange Trade Funds (ETFs) anzeigt. Für den Gesamtmarkt sei das kurzfristig natürlich belastend, längerfristig dürfte sich das aber als positiv erweisen. Der Preisrückgang dürfte die Goldnachfrage in den aufstrebenden und künftig reiche(re)n Volkswirtschaften (Indien und der asiatische Raum) beflügeln: Gold wandert nun verstärkt in die Hände von Anlegern, die dem Gold eine große und dauerhafte Rolle bei ihrer Ersparnisbildung zuweisen.

Charttechnik beachten!

Aus charttechnischer Sicht ist der Goldpreis nach wie vor angeschlagen, der kurzfristige Abwärtstrend konnte aber knapp überwunden werden. Wichtig ist nun, dass die Marke von 1.400 Dollar nachhaltig geknackt wird. Im Bereich von knapp 1.500 Dollar wartet allerdings bereits der nächste Widerstand. Ein klares Kaufsignal würde erst durch den Sprung über die Hürde von 1.550 Dollar erzeugt. Dort verläuft auch der mittelfristige Abwärtstrend. Vorsichtige Anleger warten deswegen vor einem Neueinstieg ein eindeutiges Signal ab. Risikobereite Investoren setzen mit dem Mini-Long aus dem Hause der Commerzbank mit der WKN CZ2 785 auf eine Fortsetzung der jüngst gestarteten Erholungsbewegung.

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