- Werner Sperber - Redakteur

Gold: Keine Panik! Halten und einsteigen; Börsenwelt Presseschau I

Die Fachleute des Austria Börsenbriefes erinnern an den zu Wochenbeginn dramatisch abgesackten Preis für die Feinunze (31,1 Gramm) Gold und an die Spekulationen um die Gründe für diesen Einbruch. Die Volksrepublik China könnte weniger Gold gekauft haben als erhofft. Im jüngst erstmals wieder veröffentlichten Goldbesitz-Bericht weist der asiatische Staat 1.658 Tonnen aus, im Vergleich zu 1.054 Tonnen im Jahr 2009. Die Charttechnik in Verbindung mit Stop-Loss-Verkäufen könnten den Goldpreis gedrückt haben, nachdem eine wichtige Unterstützungszone unterschritten worden ist. Der Abwärtstrend des Goldpreises ist weiterhin gültig. Gold ist bei Anlegern aus der Mode gekommen. Doch die Investoren sollten Gold als langfristige Depotversicherung sehen und nicht überhastet verkaufen.

Auch die Aktien von Gold-Förderfirmen sind bei Anlegern außer Mode. Das ändert sich spätestens dann, wenn der Goldpreis steigt und der legt zu, wenn die Inflation steigt. Davon ist bislang nichts zu erkennen, doch beträchtliche Gefahren für anziehende Lebenshaltungskosten sind vorhanden. Das hemmungslose Gelderfinden durch die Notenbanken wird über kurz oder lang aus einer Deflation eine deutliche Inflation machen. Schon jetzt ist das Fördern von Gold aufgrund des niedrigen Preises für immer mehr Gold-Produzenten ein Verlust-Geschäft. Das hat zu stark sinkenden Aktienkursen dieser Firmen geführt. Das wiederum könnte das Signal zur nun letzten Branchenbereinigung sein. Nachdem die Anleger für die Gold-Förderfirmen derzeit abgrundtief mutlos und zweifelnd sind, könnte das eine Chance für die Trendumkehr sein. Risikobereite und antizyklisch orientierte Anleger sollten deshalb den börsennotierten Fonds (ETF; WKN A1JS9D) der BlackRock-Tochterfirma iShares Public Limited Company auf den Index Gold Producers kaufen. Die Position sollte klein und als Anfangsposition zu verstehen sein. Vorsichtige Investoren sollten die charttechnische Trendwende abwarten. In dem Index, welcher dem Exchange Traded Fund zugrunde liegt, werden die Aktien der größten Goldminenfirmen geführt. Dazu gehören etwa Goldcorp, Barrick Gold oder Newmont Mining.

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