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- Werner Sperber - Redakteur

FM: Gold, weil die Notenbanken schon wieder eine Hyper-Inflation riskieren

Focus Money verweist auf Fachleute, die sagen, die sehr expansive Geldpolitik der Regierung in Deutschland hat in den Jahren 1922 und 1923 zu einer Hyper-Inflation von bis zu 29.525 Prozent monatlich, dem kompletten Wertverlust der Papierwährung sowie dem Zusammenbruch des Bankensystems und der Wirtschaft geführt. Sämtliche Anlageprodukte, die auf Geld- beziehungsweise Kredit-Basis beruhen, wie etwa Festgeld, Anleihen oder teils auch Lebensversicherungen, sind in einer unkontrollierten Hyper-Inflation rasch wertlos. Per Definition setzt eine Hyper-Inflation bereits ab 50 Prozent monatlicher Teuerung ein. In den 29 Hyper-Inflationen, die es bis dato weltweit gab, waren immer horrende Fehlbeträge im Staatshaushalt einer der Auslöser. Heute betreiben die Notenbanken (Regierungen) wieder eine sehr expansive Geldpolitik, sie erfinden also wieder Geld in unvorstellbarem Maß. Die Europäische Zentralbank soll zudem – entgegen ihres Auftrages – mittlerweile sogar versteckte Finanzierung von Regierungen/Staaten betreiben. Wenn dieses Geld-Erfinden fortgeführt wird, könnte das in unkontrollierte Geld-Entwertung umschlagen – und das Vertrauen in das Papiergeld-System vollends zerstören.

 

Eine Hyper-Inflation lässt sich nur durch schnelle und starke Erhöhungen der Leitzinsen und massive Schuldenschnitte wirksam bekämpfen. Der Preis dafür ist ein schmerzhaftes Schrumpfen der Wirtschaftsleistung, möglicherweise begleitet von Chaos und Anarchie.

 

Focus Money schreibt weiter: Wenn es zu einer Hyper-Inflation kommt, gibt es nur einen zuverlässigen Schutz für die Ersparnisse: Edelmetalle. In Krisenzeiten können die Münzen und Barren als Alternative zum herkömmlichen Geld dienen – und so das Überleben sichern. Vor allem Gold gilt grundsätzlich als Krisenwährung. Im besten Fall bewahren die Anleger ihr Gold an einem sicheren Ort auf, zum Beispiel im Bankschließfach oder zu Hause im Safe. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, mit unbefristeten, besicherten Schuldverschreibungen des jeweiligen Emittenten (Exchange Traded Commodities, ETC) an einem steigenden Goldpreis teilzuhaben. Anleger sollten dabei auf eine garantierte Möglichkeit zur Auslieferung des als Sicherheit hinterlegten, körperlich vorhandenen Goldes achten. Das gilt zumindest zu einem sehr hohen Anteil für XETRA-Gold (WKN A0S9GB), EUWAX-Gold (WKN EWGOLD), Gold Bullion Securities (WKN A0LP78) oder den börsengehandelten Silber-Fonds ETFS Physical Silver (ETF; WKN A0N62F).

 


 

Risiko-Ertrags-Analyse
 

Autor: Blay, Kenneth A. / Markowitz, Harry M.
ISBN: 9783864701795
Seiten: 224
Erscheinungsdatum: 04. April 2014
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Die moderne Portfoliotheorie (MPT) bildet seit über 60 Jahren das Fundament der Finanzanlage. Sie strebt die optimale Zusammenstellung eines Portfolios unter Berücksichtigung des Risikos, des Ertrags und der Anlegerpräferenz an. Im Zuge der Finanzkrise geriet die Theorie unter Beschuss. „Risiko-Ertrags-Analyse“ ist Markowitz’ Antwort auf diese Kritik. Sie soll die „Große Verwirrung“ beseitigen, die seiner Ansicht nach über die Reichweite und die Bedeutung der MPT besteht.

 

 

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