- Stefan Limmer - Redakteur

Euro/US-Dollar (EUR/USD): Gegenbewegung voraus

Der Euro hatte in der letzten Woche mit einer Reihe von negativen Meldungen zu kämpfen. Nach dem massiven Abverkauf der Euro/US-Dollar (EUR/USD)-Notierung ist eine Gegenbewegung fällig. Zudem befindet sich der Kurs in der Nähe einer wichtigen Unterstützung.

Eine harte Woche liegt hinter der europäischen Leitwährung. Die Notierung stürzte ohne nennenswerte Gegenwehr von 1,4533 USD auf 1,3495 USD ab. Hintergrund war eine Vielzahl an schlechten Meldungen: Anfang der Woche wurde publik, dass Griechenland aufgrund der schweren Rezession die gesteckten Haushaltsziele für das laufende Jahr nicht erreichen wird. Am Donnerstag machte Jean-Claude Trichet klar, dass die Wirtschaft in der Eurozone mit zunehmenden Abwärtsrisiken und hohen Unsicherheiten zu kämpfen hat. Des weiteren senkten die Ökonomen der EZB die Wachstumsprognosen für dieses Jahr von 1,9 Prozent auf 1,6 Prozent. Und auch der Rücktritt von EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark sorgte für weitere Unsicherheit unter den Marktteilnehmern.

Heile Welt USA?

Der US-Dollar erlebte währenddessen eine Renaissance die ihresgleichen sucht. Der US-Dollar Index, der die Entwicklung des US-Dollars gegenüber einem Währungskorb aus 7 Währungen abbildet, kletterte in der letzten Woche auf ein neues 4-Monats-Hoch.

Die wirtschaftlich schwierige Gesamtsituation in den USA hat sich indes nicht verändert. Zwar hat Barack Obama kürzlich ein weiteres milliardenschweres Konjunkturprogramm angekündigt um die Wirtschaft anzukurbeln. Woher aber die mehreren hundert Milliarden US-Dollar hierfür kommen sollen, bleibt genauso offen wie die Frage nach dem Erfolg des Programms. Auch für das grundsätzliche Problem der sehr hohen Staatsverschuldung fehlen weiterhin konstruktive Lösungsvorschläge. Zu guter Letzt rückt auch der 21. September immer näher. An diesem Tag wird der FED-Chef Ben Bernanke verkünden ob QE3 durchgesetzt wird oder nicht. Sollte die USA an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten, wird sich dies negativ auf den weiteren Verlauf des US-Dollar auswirken.

Charttechnische Situation

Der Absturz der EUR/USD-Notierung wurde im frühen Handel an der 1,35 EUR/USD-Marke gestoppt. In diesem Kursbereich befindet sich eine Unterstützung im Chart. Nach dem massiven Abverkauf der letzten Woche, kann von dort die Gegenbewegung starten. Die 1,39 USD-Marke stellt ein erstes Kursziel dar. Risikobereite Trader die auf diese Bewegung spekulieren wollen, setzen auf den Unlimited-Turbo-Optionsschein mit der WKN BN5 W9D. Der Hebel beträgt 5,95. Der Basispreis und das Knockout-Level ist bei 1,1368 USD zu finden. Aktuell kostet der Optionsschein 17,00 Euro. Aufgrund des Risikos sollte mit Stop-Loss gearbeitet werden.

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