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- Thomas Bergmann - Redakteur

Dow Jones dreht dank Fed und Alcoa auf - Folgt die große DAX-Rallye?

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Die Aussagen der US-Notenbank von gestern sorgen am Donnerstag für ein kräftiges Plus. Im frühen Handel liegt der DAX deutlich über dem Xetra-Schlusskurs vom Vortag. Allerdings gab es am Morgen schon wieder schlechte Nachrichten von der Konjunkturfront.

Am Mittwochabend hatten die Protokolle der Fed-Sitzung aus dem September angedeutet, dass die Währungshüter um Chefin Janet Yellen aus Sorgen um die Weltkonjunktur keine Eile mit der Zinswende haben. Die Fed hatte damit dem Dow Jones den größten Tagesgewinn des Jahres beschert. Die Fed-Protokolle schienen den Aktienmärkten damit zumindest vorübergehend etwas Erleichterung zu verschaffen, kommentierte Marktstratege Stan Shamu von IG.

Auch Alcoa trägt zur Kurserholung bei. Der Aluminiumhersteller hat im dritten Quartal überraschend bessere Zahlen vorgelegt als erwartet (mehr dazu hier).

Deutsche Exporte brechen ein

Doch die Euphorie am Morgen hat bereits wieder einen Dämpfer erhalten. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts lagen die Exporte im August 5,8 Prozent tiefer als einen Monat zuvor. Das ist der stärkste Rückgang seit Anfang 2009, als der Außenhandel wegen der weltweiten Wirtschaftskrise wegbrach. Der jüngste Rückgang folgt allerdings auf einen deutlichen Anstieg im Vormonat.

Zudem schränkt das Bundesamt ein, dass die schwache Entwicklung auch auf die späte Lage der Sommerferien zurückzuführen sei. Die Markterwartungen wurden dennoch verfehlt: Bankvolkswirte hatten zwar mit einem Minus gerechnet, jedoch nur um 4,0 Prozent.

Jahrestief verteidigt

Aus technischer Sicht könnte der DAX durch den zu erwartenden Anstieg heute Morgen ein drittes Standbein ausbilden. Nach den Tiefs bei 8.913 und 8.903 Punkten in diesem Jahr lag der niedrigste Kurs am Mittwoch bei 8.960 Punkten.

Angesichts der Fed-Aussagen und der stark überverkauften Situation dürfte eine Gegenbewegung zumindest bis zur Marke von 9.200 Punkten reichen, wo der DAX nicht nur ein Gap aufgerissen hat, sondern auch ein horizontaler Widerstand verläuft.

Die Fibonacci-Marken, die aus der Abwärtsbewegung von 9.891 auf 8.960 Zähler resultieren, liegen bei 9.180 (23,6%-Retracement), 9.315 (38,2%) und 9.420 Punkten (50%).

Long-Position für Mutige

Nachdem der DAX Turbo-Bear mit der WKN CC1FBF den im DAF-DAX-Check angekündigten Stopp bei 9.090 Punkten gerissen hat, ist es an der Zeit kurzfristig auf die Long-Seite zu wechseln. DER AKTIONÄR empfiehlt den Turbo-Long der DZ Bank mit der WKN DZN22L. Das Papier kostet derzeit 7,90 Euro und hat einen Hebel von rund 12. Der Stoppkurs sollte bei 8.990 Punkten oder umgerechnet 6,90 Euro platziert werden.

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