Adidas
- Werner Sperber - Redakteur

Derivate-Profis: Adidas jetzt günstiger einsammeln

Die Sachkenner des Zertifikatejournal verweisen auf die zerrissenen Trikots des Wettbewerbers Puma bei der Fußball-Europameisterschaft (EM) in Frankreich und die Tatsache, dass noch sechs Mannschaften mit Adidas-Ausrüstung im Turnier sind, während es nur noch drei Puma-Teams gibt. Mit Ausrüstung des US-Rivalen Nike spielen noch fünf Mannschaften. Adidas verkaufte zur EM 2012 eine Million Leibchen der deutschen Mannschaft, bei dem derzeit laufenden Turnier sind es bereits 1,3 Millionen. Der Vorstand erwartet für die Fußball-Sparte einen Umsatzanstieg von rund 14 Prozent auf den Rekordwert von 2,5 Milliarden Euro. Um das Recht zu verlängern, den Deutschen Fußball Bund (DFB) beliefern zu dürfen, muss Adidas nun allerdings statt 25 rund 50 Millionen Euro pro Jahr zahlen. Der alte Ausrüstervertrag lief zehn Jahre, der neue ab dem Jahr 2018 nur mehr vier Jahre. Der Aktienkurs stieg dennoch, denn es waren noch höhere Beträge befürchtet worden.

In der Regel erreichte die Notierung von Adidas bereits vor einem großen Fußball-Turnier den Rekordwert, um danach zu sinken. Das scheint in diesem Jahr anders zu sein, denn mit den guten Nachrichten im Rücken legte die Notierung weiter zu. Die Sachkenner des Zertifikatejournal raten dennoch dazu, nur mit einem Risikopuffer einzusteigen, denn die Bewertung ist hoch. Dafür sollen Anleger das am 21. Juni 2017 fällige Bonus-Zertifikat (WKN HU41VW) der HypoVereinsbank auf Adidas kaufen. Die Bank zahlt höchstens 135 Euro zurück, wenn die Aktie stets mehr als 95 Euro gekostet hat.

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