Volkswagen Vz.
- Werner Sperber - Redakteur

Derivate-Experten: Volkswagen wird wieder schlechte Nachrichten liefern

Die Fachleute des Zertifikatejournal verweisen auf „TOGETHER – Strategie 2025“ von Volkswagen. Vorstandsvorsitzender Matthias Müller erklärte, der Konzern wolle dabei Milliarden für Elektroautos, sich selbst fahrende Autos und neue Dienstleistungen ausgeben (um das Unternehmen aus der Abgaskrise zu befreien). Bis zum Jahr 2025 sollen also mehr als 30 neue Elektro-Fahrzeuge auf den Markt gebracht werden, die sich jährlich insgesamt zwei bis drei Millionen Mal verkaufen lassen sollen. Die operative Marge des Volkswagen-Konzerns soll von knapp zwei Prozent im vergangenen Jahr auf sieben bis acht Prozent erhöht werden. Um die Ziele zu erreichen, soll die Zahl der Auto-Modelle verringert werden. Einzelheiten und konkrete Pläne möchte Müller erst gegen Ende des Jahres bekannt geben.

Nur die wenigsten Analysten reagierten zuversichtlich. Diejenigen der UBS sagten, der Vorstand habe die richtigen, hochwertigen Entscheidungen getroffen. Sie raten weiter mit einem Kursziel von 175 Euro zum Kauf. Diejenigen der DZ Bank kritisieren, die Ziele für die Profitabilität entsprechen weitgehend denen der Strategie 2018, nur sollen diese Ziele nun sieben Jahre später erreicht werden.

Die Fachleute des Zertifikatejournal gehen von einer sich wieder zum Negativen wendenden Nachrichtenlage von Volkswagen für die kommenden Monate aus. Deshalb sollten risikobereite Anleger den am 16. Dezember 2016 fälligen Discount-Put-Optionsschein (WKN PB54JV) der BNP Paribas Emissions- und Handelsgesellschaft mbH auf die Vorzugsaktie von Volkswagen kaufen. Die Bank zahlt 20 Euro zurück, wenn die Vorzugsaktie am 16. Dezember höchstens 150 Euro kostet. Kostet sie bis zu 170 Euro, sinkt der Tilgungsbetrag entsprechend. Notiert sie bei mindestens 170 Euro verfällt der Schein wertlos.

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