DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

DAX wieder deutlich im Minus - China facht neuen Währungskrieg an

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Die chinesische Zentralbank hat am Mittwoch noch einmal ihre Währung abgewertet und damit für den stärksten 2-Tage-Kurseinbruch des Yuan seit Jahren gesorgt. Viele Experten rechnen jetzt mit einem anhaltenden Abwärtstrend, der am Ende ungeahnte Folgen haben könnte, weit über China hinaus.

Druck von zwei Seiten

Der Einbruch beim DAX am Dienstag hat einen Vorgeschmack gegeben, was passieren könnte, wenn der Yuan weiter abwertet. Der Hintergrund ist folgender: Zum einen würde ein Fall des Yuan bedeuten, dass die Kaufkraft chinesischer Unternehmen und Haushalte schrumpft und damit unter anderem die Nachfrage nach deutschen Exportartikeln wie Automobilen. Zudem schmelzen bei einer anhaltenden Yuan-Schwäche die Gewinne von Daimler und Co.

Zum anderen würden sich die Rohstoffpreise, die meist in Dollar gehandelt werden, für die Chinesen verteuern. Sie dürften in der Folge die Importe zurückschrauben, was den Druck auf die Preise erhöht. Sinken jedoch die Rohstoffpreise weiter, geht die Inflationsrate weiter zurück. Die Notenbanken könnten dann gezwungen sein, ihre Nullzinspolitik noch länger fortzusetzen. Die vorgesehene Zinserhöhung in den USA könnte erneut verschoben werden. Das wiederum nimmt den Druck vom Euro, was wieder schlecht für Deutschlands Exportwirtschaft ist.

Die nächsten Tage und Wochen könnten für deutsche Anleger zur Nervenprobe werden. Hier können Sie nachlesen, wo beim DAX die nächste wichtige Auffanglinie liegt. Darüber hinaus wird Sie DER AKTIONÄR an dieser Stelle regelmäßig über den deutschen Leitindex informieren und wie Sie profitieren können.

 

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