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- Thomas Bergmann - Redakteur

Schwache Konjunkturdaten - DAX stark unter Druck

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Durchwachsene Konjunkturdaten aus Europa, schwache Daten aus den USA - der deutsche Aktienmarkt kommt einfach nicht zur Ruhe. Eine halbe Stunde nach dem Börsenstart in den USA notiert der DAX unter der Marke von 9.400 Punkten. Eine weitere wichtige Unterstützung droht zu kippen.

Deutschland enttäuscht

Am Vormittag hatte der DAX die schwachen Konjunkturdaten aus der Eurozone noch gut weggesteckt. So hatte sich im September die Stimmung in den Industrieunternehmen vor allem wegen einer schwachen Entwicklung in Deutschland überraschend stark eingetrübt. Die Daten aus Deutschland hätten die Anzeichen einer Erholung in anderen Ländern überschattet, schrieb Volkswirt Christian Schulz von der Privatbank Berenberg in einem Kommentar. So war der Indikator in Italien über die Expansionsschwelle von 50 Punkten gestiegen. In Spanien signalisiert er weiterhin ein recht robustes Wachstum.

Schwache Bauausgaben in den USA

Die jüngsten Daten aus den USA haben den Markt dann doch letztendlich ins Minus gedrückt. So sind die Bauausgaben im August überraschend gesunken. Im Vergleich zum Vormonat seien die Investitionen um 0,8 Prozent gefallen, teilte das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Bankvolkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet.

Der Anstieg im Vormonat fiel zudem geringer aus als zunächst gemeldet. Im Juli waren die Bauinvestitionen laut Ministerium nur um 1,2 Prozent gestiegen, während in der ersten Schätzung noch ein Zuwachs um 1,8 Prozent ermittelt worden war.

Tage der Entscheidung

Technisch betrachtet steht der DAX vor einer wichtigen Entscheidung. Wird die Marke von 9.400 Punkten nachhaltig unterschritten, könnte es für den DAX in einem Rutsch weitere 200 Zähler nach unten gehen. Bei 9.400 Zählern liegen eine horizontale Auffanglinie sowie das 50%-Fibonacci-Retracement der Aufwärtsbewegung zwischen 8.900 und 9.891 Punkten. Bemerkenswert ist aber noch die Unterstützung bei 9.369 Zählern.

Long-Position seit Montag

DER AKTIONÄR ist seit Montag im Turbo-Optionsschein mit der WKN DZP 26T long. Solange die genannten Unterstützungen halten, ist die Chance auf eine Trendwende weiter sehr hoch.

(Mit Material von dpa-AFX)

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