DAX
- Maximilian Völkl

DAX-Check: Leitindex bricht ein – Zinserhöhung früher als erwartet?

Nach einem scheinbar ruhigen Handelstag haben schwache US-Börsen den DAX auf Talfahrt geschickt. Zuletzt notierte der deutsche Leitindex mit einem Minus von 1,48 Prozent bei 9.528 Punkten. Am Morgen hatten Spekulationen über weitere EZB-Hilfen die Kurse noch angetrieben. Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland hatten diese Hoffnung gestützt. Doch Befürchtungen über eine zügigere Zinserhöhung in den USA haben die Gewinne am Nachmittag wieder einkassiert.

Richard Fisher, der Vorstand der Federal Reserve Bank of Dallas, sagte, dass die Fed mit den Zinserhöhungen eher früher als später beginnen könnte. Zudem fielen die US-Arbeitsmarktdaten besser aus als erwartet. Statt der erwarteten 310.000 gingen in der vergangenen Woche lediglich 293.000 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ein. Die besser als erwarteten Daten könnten als weiteres Indiz dienen. Je länger die Erholung am Arbeitsmarkt dauert, desto wahrscheinlicher werden Zinsanhebungen durch die Fed.

Als weiteren Belastungsfaktor verwies ein Händler auf eine bislang unbestätigte Meldung, wonach das russische Parlament ein Gesetz plane, das dem Staat die Konfiszierung ausländischer Vermögenswerte im Zusammenhang mit den westlichen Sanktionen gegen das Land erlauben soll.

Abwarten

Der DAX zeigt sich weiterhin sehr volatil. Mit niedrigen Handelsumsätzen schicken spekulative Anleger den Leitindex derzeit auf einen Zick-Zack-Kurs. DER AKTIONÄR empfiehlt, vorerst an der Seitenlinie zu bleiben und ein klares Signal abzuwarten. Anleger sollten kein Risiko eingehen und sich nicht auf die kurzfristigen Spekulationen einlassen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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