DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

DAX-Check: Welche Krise?

DAX

Am Montag hatte die Krim-Krise den deutschen Aktienmarkt fest im Griff. Nach Berichten über angebliche Schüsse auf der Schwarzmeerhalbinsel korrigierte der DAX bis in den Bereich von 9.200 Zählern. Am Dienstag scheinen fast alle Sorgen weggewischt. Der deutsche Leitindex ist sogar in seinen einjährigen Aufwärtstrend zurückgekehrt.

Kurz nach Handelseröffnung an der Wall Street notiert der DAX im Bereich von 9.320 Zählern und damit mehr als 100 Punkte über seinem Tief von gestern. Gegenüber dem Schlusskurs vom Vortag ist das ein Plus von 0,6 Prozent.

Bestimmendes Thema

Nach Ansicht von Experten werden die Nachrichten aus Russland und der Ukraine das Börsengeschehen weiter beeinflussen. Laut Investmentanalystin Antje Laschewski von der Landesbank Baden-Württemberg bleibe die Krim-Krise bestimmendes Thema. Den Anlegern bereiteten vor allem mögliche Sanktionen der EU gegen Russland Sorgen. Ein Händler kommentierte, die Auswirkungen und der zeitliche Ablauf der Auseinandersetzung seien nur schwer vorherzusagen. Das ändere sich auch durch das am Sonntag anstehende Referendum über die Zugehörigkeit der Krim nicht - die westliche Staatengemeinschaft erkenne das Votum schließlich nicht an. Markus Huber vom Broker Peregrine & Black sagte, die Märkte dürften somit vor allem in Europa weiter von politischen Schlagzeilen getrieben werden.

DAX; Chart;

Charttechnisch betrachtet ist der DAX zurück in seinem seit Juni 2013 gültigen Aufwärtstrend, der im Bereich von 9.290 Zählern verläuft. Wichtiger wäre noch ein Überwinden der alten Unterstützung bei 9.400 Punkten, die jetzt als Widerstand fungiert. Sollte diese Hürde gemeistert werden, könnte der DAX wieder den Bereich um 9.500 Zähler antesten.

Abwarten!

Ein besseres Chance-Risiko-Verhältnis ergibt sich im Bereich der angesprochenen 9.000-Punkte-Marke. Mutige Anleger platzieren deshalb für den DAX Turbo-Long mit der WKN DZP 26T ein Abstauberlimit bei 7,34 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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