DAX
- Marion Schlegel - Redakteurin

DAX-Check: Vorsicht – erneut auf Tauchstation – Infineon am Ende

Der DAX hat nach seiner zweitägigen Erholungsphase am Mittwoch wieder Verluste verbucht und diese am Nachmittag etwas ausgeweitet. Händler sagten, vor dem am Abend anstehenden Sitzungsprotokoll der US-Notenbank seien Anleger vorsichtig und nähmen Gewinne mit. Der deutsche Leitindex gab zuletzt um 0,7 Prozent auf 9.268,91 Punkte nach.


Notenbanken im Fokus
Neue Informationen, wann eine erste US-Leitzinserhöhung erfolgen könnte, werde das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank wohl nicht enthalten, schrieb Analyst Dirk Gojny von der Essener National-Bank. Dafür seien jedoch Hinweise auf den künftigen Ablauf des Ausstiegs aus der lockeren Geldpolitik zu erwarten. Von Donnerstag an findet dann in Jackson Hole in den Bergen des US-Bundesstaats Wyoming das traditionelle Wirtschaftssymposium statt, auf dem neben der Fed-Chefin Janet Yellen und EZB-Präsident Mario Draghi auch die Notenbankgouverneure der Bank of Japan, der Bank of England und der brasilianischen Notenbank sprechen. 


Schlusslicht im DAX
Auf Unternehmensseite sorgte der Chiphersteller Infineon für Bewegung: Die Papiere weiteten ihre Verluste nach einem Bericht über einen bevorstehenden Kauf eines US-Chipproduzenten auf mehr als zwei Prozent aus und sind damit die größten Verlierer im DAX. Der Konzern könnte für die Übernahme rund zwei Milliarden Dollar ausgeben, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Laut einem Händler ist die negative Kursreaktion nachvollziehbar, da viele Infineon-Aktionäre vermutlich auf eine Sonderdividende gehofft hätten. Diese hätten die Münchener in Aussicht gestellt, falls keine geeigneten Übernahmeziele gefunden würden. 


Mit Stopp absichern
Trotz der heutigen Korrektur beim DAX ist der jüngst gestartet Aufwärtstrend aber nach wie vor intakt. Diesen gilt es nun zu verteidigen. Ein klares positives Signal würde der Sprung über die Marke von 9.400 Punkten bringen. Bei 9.500 Punkten verläuft mit der 200-Tage-Linie eine weitere wichtige Hürde. Trotz des jüngsten Rückgangs bleiben Anleger im empfohlenen Long-Schein mit der WKN DZN 253 investiert. Der Stopp bei einem DAX-Stand von 9.190 Zählern sollte aber in jedem Fall beachtet werden. 


(Mit Material von dpa-AFX)

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