DAX
- Marion Schlegel - Redakteurin

DAX-Check: Kampf um die 8.000

Deutlich nach unten ging es am Vormittag beim deutschen Leitindex. Schwache Vorgaben aus den USA und Asien belasten den Markt. Zudem drückt die US-Notenbank mit ihrer angedrohten Kürzung der Liquiditätsschwemme auf die Stimmung.

Wie erwartet hat der DAX am Donnerstagmorgen seine Konsolidierungsfahrt fortgesetzt. Allerdings zeigt sich die derzeitige Korrektur etwas hartnäckiger als erwartet. Zuletzt ist der deutsche Leitindex sogar unter die wichtige Marke von 8.000 Punkten gerutscht und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang Mai. Derzeit notiert der DAX rund zwei Prozent im Minus bei 7.979,96 Zählern. Belastet haben den Index schwache Vorgaben aus den USA und insbesondere aus Asien. Der Nikkei beispielsweise rutschte am Morgen mehr als sechs Prozent ins Minus. Dennoch - beim DAX ist der mittelfristige Aufwärtstrend weiterhin intakt. Dieser verläuft derzeit bei etwa 7.700 Punkten. Knapp darunter befindet sich die 200-Tage-Linie bei 7.650 Zählern. Und auch die 8.000er-Marke ist noch nicht verloren. Gelingt es dem DAX diese auf Schlusskursbasis zurückzuerobern, wäre dies ein klares positives Zeichen. Unterstätzung erhält der DAX unter anderem von der 90-Tage-Linie, die derzeit bei 7.945 Zählern verläuft. Noch wurde der Stopp (7.950 Punkte beziehungsweise 4,88 Euro) des empfohlenen Turbo-Bulls mit der WKN DZK 7JR nicht erreicht, Anleger sollten diesen aber in jedem Fall beachten.


„Schwarzer Peter" für US-Notenbank

Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank sagte: "Es hätte alles so schön werden können. Nachdem sich die Notenbanken zum Retter der Finanzmärkte entwickelt haben, sorgt jetzt aber vor allem die US-Notenbank mit ihrer angedrohten Stutzung ihrer Liquiditätsoffensive dafür, dass sich Aktienmärkte entblähen." Mit dem Rutsch unter die 8.000er-Marke hat sich auch die technische Lage weiter eingetrübt, sagte Aktienexperte Christoph Geyer von der Commerzbank. Damit eröffnet sich kurzfristiges Abwärtsrisiko bis 7.850 Punkte. Wegen der bislang geringen Umsätze könne aber noch nicht von nachhaltigem Abwärtsdruck gesprochen werden, auch wenn die Marktteilnehmer zunehmend nervöser würden. Impulse könnten die für den Nachmittag erwarteten Arbeitsmarkt- und Einzelhandelsdaten aus den USA bringen.

Mit Material von dpa-AFX.

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