DAX
- Marion Schlegel - Redakteurin

DAX-Check: Index im Minus, Commerzbank top

Der DAX hat am Mittwoch positive Konjunkturdaten weitgehend ignoriert und leicht nachgegeben. Nach deutlichen Gewinnen am Vortag würden einige Investoren nun wieder Kasse machen, sagte Händlerin Anita Paluch von der Varengold Bank in London. Der Spannungen zwischen Russland und der Ukraine seien zwar längst nicht ausgestanden, doch die Investoren seien inzwischen beruhigter und glaubten zunehmend an eine friedliche Lösung. Bis zum frühen Abend sank der Leitidex um 0,34 Prozent auf 9556,50 Punkte.

ADP-Daten hinter Erwartungen

Im Euroraum hellte sich die Stimmung in den Unternehmen im Februar überraschend weiter auf und erreichte den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Anziehende Ausfuhren und höhere Unternehmensinvestitionen stützten zudem die konjunkturelle Erholung. Die Einzelhändler verzeichneten zum Jahresbeginn ebenfalls überraschend hohe Umsätze. Der Stellenzuwachs in den USA blieb mit Blick auf die ADP-Daten zwar hinter den Erwartungen zurück, zeigt laut Analyst Johannes Jander von der Helaba aber dennoch eine fortgesetzte Verbesserung am US-Arbeitsmarkt. "Das Stellenplus in der Privatwirtschaft liefert für den am Freitag anstehenden offiziellen Arbeitsmarktbericht eine moderate Indikation, und für die US-Notenbank gibt es von dieser Seite keinen Grund, die Reduzierung des Anleihekaufvolumens anzupassen", sagte er.

Gewinner und Verlierer

Unter den Einzelwerten büßten die Aktien von Adidas 2,84 Prozent ein. Der Sportartikelhersteller leidet unter dem starken Euro. Er enttäuschte mit seiner Jahresprognose für 2014 und sieht auch die mittelfristigen Ziele wackeln.

Die Aktien der Commerzbank rückten indes um 1,89 Prozent vor und waren damit hinter Infineon der Top-Favorit im Leitindex. Einem Medienbericht zufolge, der sich auf Finanzkreise beruft, treten verschiedene Banken und Investoren als Bieterduos für ein mehr als vier Milliarden Euro schweres Portfolio von Krediten der Commerzbank für spanische Gewerbeimmobilien auf. Unter ihnen befänden sich auch die Deutsche Bank und JPMorgan. Ein Händler wertete dies als positive Nachricht, die allerdings nicht neu sei.

Abwarten

DER AKTIONÄR bleibt in Sachen DAX-Trading vorerst an der Seitenlinie. Vor einem Neueinstieg wird ein klares charttechnisches Signal abgewartet. Dazu müsste der Leitindex über die Marke von 9.730 Punkten steigen oder wieder unter 9.400 Zähler abtauchen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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