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- Thomas Bergmann - Redakteur

DAX-Check: Rote Vorzeichen nach Yellen-Rede

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Die asiatischen Börsen haben am Donnerstagmorgen das nachgeholt, was die US-Märkte gestern Abend nach der Rede von Notenbankchefin Janet Yellen gemacht haben: Sie sind gefallen. Der Nikkei verliert 1,7 Prozent und auch der Hang Seng muss einen kräftigen Verlust hinnehmen. Entsprechend schwach sind die Indikationen für den DAX.

Neues Zinsversprechen

Mehr Luft für eine flexiblere Geldpolitik verschaffte sich die Fed auch dadurch, indem sie ihr Zinsversprechen (Forward Guidance) abänderte. So wollen die Währungshüter ihre Zinspolitik künftig nicht mehr vorrangig an der Arbeitslosenquote ausrichten. Vielmehr soll eine Reihe von Informationen herangezogen werden, etwa Indikatoren vom Arbeitsmarkt, zur Inflation und zu den Inflationserwartungen sowie zum Finanzsystem. Der bisherige Schwellenwert einer Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent wird nicht mehr genannt.

Die neuen Zinsprognosen der Top-Notenbanker lassen jedoch darauf schließen, dass eine erste Zinsanhebung früher als gedacht kommen könnte. Sowohl für Ende 2015 als auch Ende 2016 gehen die Währungshüter nun von im Schnitt höheren Leitzinsen aus. Dies könnte ein Hinweis auf raschere Zinsanhebungen sein, kommentierte Harm Bandholz, US-Chefvolkswirt der Unicredit.

Test des langfristigen Aufwärtstrends

Der Broker IG taxiert den DAX am Morgen bei 9.208 Punkten und damit rund 70 Punkte tiefer als der Xetra-Schlussstand vom Mittwoch. Es muss davon ausgegangen werden, dass nach den schwachen Vorgaben aus den USA (der Dow-Future gab seit gestern Abend noch einmal leicht nach) und aus Asien der langfristige, seit 2011 gültige Aufwärtstrend getestet wird. Dieser verläuft heute bei 9.199 Zählern.

DAX; Chart;

Sollten sich die Gewinnmitnahmen von gestern fortsetzen, wartet bei 9.071 Punkten die nächste Unterstützung. Wichtiger erscheint jedoch, dass die 9.000-Punkte-Marke verteidigt werden kann. Wer der Empfehlung des AKTIONÄR gefolgt ist und eine Position im DAX Turbo-Long mit der WKN DZP 26T aufgebaut hat, sollte den Stoppkurs bei 7,34 Euro beachten.

(Mit Material von dpa-AFX)

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