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- Thomas Bergmann - Redakteur

DAX-Check: Müssen sich Anleger auf starke Kursverluste einstellen?

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Der DAX startet nach den Kursverlusten an der Wall Street am Freitag sehr schwach in die neue Handelswoche. Zudem sorgen neue Unruhen in der Ukraine für Verunsicherung an der Börse in Frankfurt. Sollte die Unterstützung bei 9.600 Zählern nicht halten, könnte es wieder richtig ungemütlich werden.

Der DAX hatte bereits am Morgen die horizontale Unterstützungslinie bei 9.600 Punkten unterschritten und damit den kurzfristigen Abwärtstrend seit Freitagabend zusätzlich angeheizt. Der technologielastige Nasdaq-100-Index hatte am Freitag mit minus 2,70 Prozent den größten Tagesverlust seit November 2011 erlitten. Vor allem Biotechnologiewerte trafen erneut kräftige Verluste. Es gebe etwas Nervosität im Biotech-Sektor wegen hoher Bewertungen, sagte ein Fondsmanager. Laut Analyst Christian Schmidt von der Helaba hätten die Marktteilnehmer Angst vor der eigenen Courage bekommen, nachdem am Freitag die Standardwerte-Indizes Dow Jones und S&P 500 zunächst auf neue Hochs geklettert waren, bevor auch sie ins Minus rutschten.

Pulverfass Ukraine

Als weiteren Belastungsfaktor verwies Investmentanalyst Wolfgang Albrecht von der Landesbank Baden-Württemberg auf Proteste in der Ostukraine vom Wochenende. Nach der Erstürmung mehrerer öffentlicher Gebäude im Osten der Ukraine durch prorussische Kräfte ist die Situation in den Städten Charkow, Lugansk und Donezk weiter instabil. Es gebe von außen gesteuerte Provokationen, um die Lage gezielt zu destabilisieren, sagte der Leiter der Gebietsverwaltung in Charkow, Igor Baluta, einer Mitteilung zufolge.

DAX; Chart;

Erste Warnsignale

Technisch betrachtet gibt es erste Warnzeichen für den DAX. Nachdem das Zwischenhoch bei 9.720 Punkten nur temporär, aber nicht nachhaltig überwunden werden konnte, könnte sich ein sogenanntes Dreifach-Top herausbilden. Dies würde bedeuten, dass der deutsche Aktienmarkt seine Konsolidierung fortsetzt und wieder in Richtung 9.000-Punkte-Marke tendiert. Allerdings gibt es auf dem Weg nach unten zahlreiche Unterstützungen, die nicht so leicht zu durchbrechen sein sollten.

Stopp beachten

DER AKTIONÄR ist nach wie vor long im DAX. Der empfohlene DAX Turbo-Long mit der WKN DZP 26T notiert bei rund 12,70 Euro und damit mehr als 70 Prozent im Plus. Wer der Empfehlung gefolgt ist, sollte den Stopp bei 10,80 Euro platzieren.

(Mit Material von dpa-AFX)

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