DAX
- Stefan Limmer - Redakteur

DAX-Check: Eskaliert die Krise in der Ukraine?

Der DAX hat am Donnerstag im Handelsverlauf seine Verluste ausgeweitet. Grund für den Verkaufsdruck sind schlechte Nachrichten aus der Ukraine. Positive Konjunkturdaten rückten daher im Handelsverlauf in den Hintergrund.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat Russland einen militärischen Einmarsch in sein Land vorgeworfen und daher eine Reise in die Türkei abgebrochen. Berichten zufolge berief er eine Dringlichkeitssitzung des nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates ein. Die Nato spricht von mehr als 1000 russischen Soldaten in der Ukraine. "Das ist eine Invasionsarmee", so ein ranghoher Offizier.

US-Wirtschaft brummt

Für Hoffnung unter den Anlegern sorgten die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs laut aktueller Schätzung des US-Handelsministeriums im zweiten Quartal um annualisiert 4,2 Prozent. Volkswirte hatten hingegen mit einem Plus von 3,9 Prozent gerechnet und damit etwas weniger als die 4,0 Prozent aus der ersten Wachstumsschätzung für die Monate April bis Juni. 

Stopp beachten

Mit dem jüngsten Kursrückgang rutschte der DAX sowohl unter die 200-Tage-Linie, die derzeit bei 9.514 Punkten verläuft, als auch unter die horizontale Unterstützung bei 9.500 Punkten zurück. Wie DER AKTIONÄR bereits vermutet hatte, scheint der DAX nun eine Verschnaufpause einzulegen. Wichtig ist es nun, dass die massive Supportzone bei 9.400 Zählern verteidigt werden kann. DER AKTIONÄR hatte vor Kurzem bereits zu Teilgewinnen geraten, die restliche Position beim Turbo-Long mit der WKN DZN 253 sollten Anleger nun mit einem nachgezogenen Stoppkurs laufen lassen. Es empfiehlt sich, diesen etwas unterhalb der genannten Unterstützungszone im Bereich von 9.360 Zählern beziehungsweise 10,28 Euro beim Zertifikat zu platzieren.

(Mit Material von dpa-AFX)

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