DAX
- Marion Schlegel - Redakteurin

DAX-Check: Deutliche Wochenverluste – gibt es Hoffnung?

Der DAX hat in der zurückliegenden Woche deutliche Kursverluste einstecken müssen. Zu den anhaltenden Konflikten im Irak, in Israel und in der Ukraine hat sich inzwischen die Furcht vor einer erneuten Erschütterung des europäischen Bankensystems hinzugesellt. Auslöser dafür waren Sorgen um die portugiesische Großbank Banco Espirito Santo. Diesen möglichen Belastungsfaktoren steht aber die Zuversicht entgegen, dass zumindest in den USA und in China der Konjunkturmotor besser läuft als zuletzt in der Eurozone.


Ausverkauf in Portugal
Nachdem bereits überraschend schwache Zahlen zur Industrieproduktion in Frankreich, Italien und in den Niederlanden Zweifel an der wirtschaftlichen Erholung der Eurozone geweckt hatten, verunsicherte der jüngste Absturz des portugiesischen Auswahlindex PSI 20 die Investoren noch weiter: Anlegern mit Engagements zum Beispiel in Italien und Spanien dürfte möglicherweise bewusst werden, dass man mit dem Thema „Euro-Schuldenkrise“ eventuell schon zu sorglos umgegangen sei, schrieb Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba.


Wichtige Marken
Im Zuge des Abverkaufs ist der DAX unter die seit März gültige Aufwärtstrendlinie bei 9.866 Zählern gefallen. Im gleichen Atemzug wurde auch die horizontale Unterstützung bei 9.794 Punkten gerissen. Als nächstes rückt nun die charttechnische Supportzone bei 9.600 Zählern in den Fokus. Fällt der Kurs auch unter diese Marke, droht ein weiterer Rutsch bis zur 200-Tage-Linie, die aktuell bei 9.411 Punkten verläuft. Nach dem Abverkauf der vergangenen Tage dürfte jedoch bereits vorher eine technische Gegenbewegung folgen. Anleger können sich nun beim Turbo-Long mit der WKN DZW 2M9 mit einem Abstauberlimit bei 9.500 Punkten oder 3,85 Euro auf die Lauer legen. Zur Absicherung sollte dann ein Stopp bei 9.350 Punkten gesetzt werden. 


(Mit Material von dpa-AFX)

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