DAX
- Marion Schlegel - Redakteurin

DAX-Check: 8.000 Punkte im Visier

Eine gewaltige Aufholjagd hat der DAX in den vergangenen beiden Tagen hingelegt. Nun notiert der deutsche Leitindex nur noch knapp unter wichtigen Widerstandsmarken. Beflügelt wurden die Börsen vom Zinsentscheid und den Kommentaren der EZB.

Der DAX hat am Donnerstag die am Vortag gestartete Aufholjagd fortgesetzt. Beflügelt von den Zinsentscheidungen und Kommentaren europäischer Notenbanken haben deutsche Aktien am Donnerstag kräftig zugelegt. Die Europäische Zentralbank (EZB) beließ den Leitzins auf 0,5 Prozent und versprach erstmals seit ihrem Bestehen, die Zinsen für lange Zeit niedrig zu halten. Mehr als zwei Prozent legte der deutsche Leitindex auf 7.994,31 Zähler zu. Das ist der größte Tagesgewinn seit dem 23.April 2013. Damit notiert der Index nur noch knapp unter wichtigen Widerstandsmarken: die 90-Tage-Linie bei 7.999,57 Punkten und die insbesondere psychologisch wichtige Hürde bei 8.000 Zählern. Knapp darüber warten außerdem das frühere Allzeithoch bei 8.074 Punkten sowie der seit Mai ausgebildete Abwärtstrend. Gelingt es dem DAX, diese Widerstandsflut zu überwinden, wäre dies als klares Kaufsignal zu werten. Anleger sollten sich dann im Turbo-Call mit der WKN DZD 34G engagieren. Nach unten sichern die 200-Tage-Linie bei 7.713 Zählern, die horizontale Unterstützung bei 7.655 Punkten, sowie der mittelfristige Aufwärtstrend ab.

Fokus auf US-Arbeitsmarktbericht

Nach seinem massiven Sprung vom Vortag dürfte der DAX auch zum Wochenausklang freundlich starten. Vor dem wichtigen US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag ist aber mit Zurückhaltung zu rechnen. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex 0,12 Prozent höher bei 8.004 Punkten. Die Vorgaben stützen zunächst gegen Gewinnmitnahmen ab: In Asien präsentierten sich die Börsen durchweg stark, wofür Marktstratege Chris Weston von IG die überraschend marktfreundlichen Aktionen der Notenbanken Europas und Großbritanniens vom Vortag verantwortlich macht. "In einem Umfeld, das sich auf eine restriktivere Geldpolitik der Fed einstellt, werden sich die US-Notenbänker über die lockere Haltung der EZB und BoE sicher freuen", so Weston. Die Verantwortung für die Stütze der Kapitalmärkte sei nun geteilt.

Mit Material von dpa-AFX.

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