DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

DAX-Anleger unentschlossen - 11.000 oder 13.000 Punkte?

Die Chefin der amerikanischen Notenbank, Janet Yellen, hat die Märkte auf baldige Leitzinserhöhung vorbereitet, sich aber ein Hintertürchen offen gelassen. Die Aktienmärkte in den USA feierten die Nachricht mit starken Kursgewinnen. In Deutschland scheint die Konsolidierung auch schon wieder beendet.

Der DAX hatte am Mittwochabend im nachbörslichen Handel leichte Kursverluste erlitzten, nachdem der Euro im Nachgang der Fed-Entscheidung zeitweise auf über 1,10 Dollar gestiegen war. Die europäische Einheitswährung ist jedoch schon wieder im Fallen begriffen und unter die Marke von 1,07 Dollar gefallen. Im Gegenzug steigt der DAX.

Technisch betrachtet befindet sich der deutsche Leitindex seit Mittwochmittag in einer engen Range zwischen 11.880 und 12.000 Zählern. Das Positive an dieser Konsolidierung ist, dass die überkauften technischen Indikatoren sich dadurch langsam wieder beruhigen. Ein neues Kaufsignal entstünde, wenn der DAX die (psychologisch wichtige) Marke von 12.000 Punkten zurückerobern würde.

DAX; Chart;

Bei 11.902 Zählern verläuft derzeit der steile, seit Jahresbeginn gültige Aufwärtstrend. Täglich steigt diese Linie aber um 46 Punkte, sodass die Gefahr eines Trendbruchs omnipräsent ist. Als nächste wichtige Unterstützung fungiert die Marke von 11.600 Punkten.

DER AKTIONÄR geht davon aus, dass die Fed auch nicht im Juni die Leitzinsen erhöhen wird. Yellen wird den Teufel tun und das Risiko eingehen, die heimische Wirtschaft wieder abzuwürgen. Die Aussichten für die Aktienmärkte bleiben deshalb positiv, wobei Deutschland wegen des schwachen Euro einen Vorteil vor den USA hat. Rücksetzer im DAX sollten daher immer zum Neueinstieg genutzt werden.

 

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