DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

DAX-Check: Widerstand baut sich auf!

Positive Vorgaben aus den USA sorgen auch am Dienstag für eine freundliche Börse. Gegen 11:30 Uhr notiert der DAX mit einem Prozent im Plus und damit wieder auf dem Niveau, auf dem er am Freitag vor der Meldung zum angeblichen Angriff der ukrainischen Armee auf einen russischen Militärkonvoi stand. Allerdings trifft der DAX jetzt auf einen nicht unerheblichen Widerstand.

Gefahr vor Rückschlägen

Nach den Worten von Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX, müssten Anleger mit starken Rückschlägen wie am Freitag rechnen, solange sich in der Ukraine beide Seiten weiter provozieren und keinerlei Annäherung stattfindet. Mit den damit zusammenhängenden Sanktionen und ihren wirtschaftlichen Folgen würden die Beine der politischen Börse, die über das Wochenende einen eher kurzen Eindruck machten, immer länger werden.

"Vor dem Hintergrund dieser geopolitischen Spannungen müssen die DAX-Bullen hoffen, dass es im Sitzungsprotokoll der US-Notenbank am morgigen Mittwoch, aber auch auf dem jährlichen Notenbanker-Treffen in Jackson Hole zu keinerlei rhetorischen Überraschungen kommt", sagt Klatt. Ein restriktiver Unterton besonders in der Rede von FED-Chefin Yellen sei in der Lage, schnell weitere Unsicherheit unter den Investoren zu schüren und damit die nächste Abwärtswelle im DAX einzuleiten. Denn die Angst vor der Zinswende in den USA bleibe neben den weltweiten Krisenherden das zweite große Problem der Börse.

Technische Hürde

Auch aus technischer Sicht könnte der DAX eine kleine Verschnaufpause gut gebrauchen. Bei 9.330 Punkten verläuft nämlich das 38,2%-Fibonacci-Retracement der Abwärtsbewegung zwischen 10.030 und 8.900 Zählern.

Sollte allerdings das Tageshoch bei 9.350 Punkten überwunden werden, dürfte es rasch in Richtung 9.400 Zähler gehen. Im weiteren Verlauf könnte auch ein Test der 200-Tage-Linie, die im Bereich von 9.500 Punkten verläuft, anstehen.

Gewinne laufen lassen

Wer der AKTIONÄR-Empfehlung gefolgt ist und den Schein mit der WKN DZN 253 im Depot hat, bleibt investiert. Der Stopp sollte jedoch auf einen DAX-Stand von 9.190 Zählern nachgezogen werden.

 

 

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