Centrotherm Photovoltaics
- Thomas Bergmann - Redakteur

Centrotherm: Aktie zum Schnäppchenpreis

Die Kürzung der Solarstromförderung ist derzeit eines der bestimmenden Themen an der Börse. Die Solaraktien wurden entsprechend nach unten durchgereicht. Bei manchem Titel winken aber wieder attraktive Renditen – zumindest mit einem Discounter.

Die meisten deutschen Solarwerte mussten seit Ankündigung der Regierungspläne deutliche Kurseinbußen hinnehmen – manche Gesellschaft wird bereits dem Untergang geweiht. Allerdings darf man nicht alle Unternehmen über einen Kamm scheren. Es gilt, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Profiteur der Kürzungspläne

Eine Ausnahmestellung auf dem deutschen Solarmarkt hat ohne Zweifel der Anlagenbauer Centrotherm. Das Unternehmen aus Blaubeuren könnte sogar von den Plänen der Bundesregierung profitieren: Zum einen dürften viele Investoren und Privatkunden bei einer etwaigen Vorziehung einer EEG-Absenkung 2010 noch schnell eine Solaranlage bauen wollen. Zum anderen werden bei den Modulherstellern erst recht neue, effizientere Maschinen benötigt, um die Kosten weiter zu drücken. Wie Centrotherm-Vorstand Oliver Albrecht gegenüber dem AKTIONÄR bestätigte, ist sein Unternehmen in der Lage, heute zum gleichen Preis eine wesentlich höhere Kapazität oder einen höheren Wirkungsgrad zu liefern.

Auftragswelle aus Fernost

Außerdem darf man nicht vergessen, dass Centrotherm mittlerweile mehr als 90 Prozent seiner Anlagen ins Ausland liefert. Neben dem starken Interesse aus China und Taiwan verzeichnet der Konzern erste Anfragen nun auch aus Indien. Laut Albrecht war deshalb das vierte Quartal "noch einmal deutlich besser als das dritte."

Trotz der optimistischen Aussagen hat die Centrotherm-Aktie seit ihrem Hoch bei 48,75 Euro mehr als 20 Prozent verloren. Zeitgleich wurde der mittelfristige Aufwärtstrend gebrochen. In Erwartung eines positiven Newsflows dürfte das Downside-Potenzial aber beschränkt sein.

Rabattiert einsteigen

Wer das Aktienrisiko scheut, sollte das niedrigere Kursniveau und die höhere Volatilität für den Kauf eines Discount-Zertifikats nutzen. Das Papier der Commerzbank mit der WKN CM7 WRK (aktueller Briefkurs: 29,50 Euro) bietet die Chance auf 18,6 Prozent Gewinn bei einem Sicherheitspuffer von 21,3 Prozent. Die Aktie darf sogar bis Ende dieses Jahres noch sieben Prozent fallen, ohne dass die Maximalrendite gefährdet ist. 

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