Von wegen Konjunktursorgen

Angesichts der jüngsten Turbulenzen an den Weltbörsen war mit einer merklichen Abschwächung des Konsumklimas in Deutschland zu rechnen. Der GfK-Index straft diesen Prognosen heute Lügen.
Die Schuldenkrise ist längst über den großen Teich geschwappt. Dieses Mal in die umgekehrte Richtung - also von Ost nach West. Trafen die Abstufungen der Ratingagenturen zuerst nur europäische Staaten wie Griechenland, Irland oder Portugal steht mittlerweile auch die USA am Pranger. Die Lage spitzt sich zu, die Börsen knicken ein, die Stimmung unter den deutschen Verbrauchern hält sich dennoch überraschend stabil.
GfK-Klima überraschend gut
Das Konsumklima der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat sich im August nur leicht eingetrübt. Der gleichnamige Index prognostiziert für September einen Wert von 5,2 Punkten nach revidiert 5,3 Punkten im August. Volkswirte hatten einen Indexstand von 5,2 Zählern erwartet. Deutlich zurückgefallen ist die Einschätzung der Konjunkturentwicklung: minus 31,2 Punkte auf 13,4 Zähler. Bei den persönlichen Einkommensperspektiven ging es hingegen nur um sieben Punkte auf 27,6 Zähler zurück. Der Indikator für die Anschaffungsneigung verbesserte sich dagegen um 2,8 Punkte auf einen neuen Stand von 36,9.
Krise noch nicht angekommen
"Die Konsumneigung der Deutschen ist trotz der aktuellen Krisenstimmung an den Finanzmärkten erstaunlich robust. Die hierzulande überaus positiven Rahmenbedingungen, wie sinkende Arbeitslosigkeit und steigende Einkommen, prägen die Stimmung der Deutschen", so die GfK.
Das Barometer der Nürnberger GfK basiert auf Umfrageergebnissen unter rund 2.000 Verbrauchern in Deutschland und gilt neben dem ifo-Geschäftsklimaindex als ein wichtiger Gradmesser für die inländische Verbraucherstimmung.
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