Monstersturm "Sandy" versetzt die USA in Angst und Schrecken – Globale Auswirkungen
Hurrikan Sandy soll heute Abend (Ortszeit) irgendwo zwischen Washington und Boston auf die Ostküste der USA treffen. Gut möglich, dass auch die Finanzmetropole New York in Mitleidenschaft gezogen wird. Die Wall Street bleibt vorsorglich geschlossen. Aus Angst vor den Folgen geben die Kurse in Frankfurt nach. Ein Überblick.
Der Mega-Sturm Sandy legt den New Yorker Aktienhandel lahm. Aus Sicherheitsgründen bleibt die Wall Street heute komplett geschlossen. Wetterexperten befürchten, dass der Hurrikan im Nordosten der USA auf einen Wintersturm stoßen könnte. Diese Kombination könnte zum schwersten Unwetter seit August 1991 führen. Damals tötete Hurrikan "Bob" an der Ostküste vier Menschen und verursachte von South Carolina im Süden bis Maine im Norden hohe Schäden. Heute Abend (Ortszeit) soll "Sandy" irgendwo zwischen Washington und Boston auf Land treffen.
Evakuierungen in New York
Aus Angst vor dem Sturm sollten allein in New York fast 400.000 Bewohner ihre Häuser verlassen, insgesamt bedrohte der Sturm fast 50 Millionen Menschen. Präsident Barack Obama rief für die Millionenmetropolen Washington und New York sowie die Bundesstaaten Maryland und Massachusetts den Notstand aus. Nach den Erfahrungen mit Hurrikan "Kathrina" vor sieben Jahren decken sich die Menschen mit Vorräten ein. Wasserflaschen, Lebensmittel in Dosen, Taschenlampen und Batterien sind bereits knapp. In New York, Washington und Philadelphia wurden die öffentlichen Verkehrsnetze stillgelegt. Schulen, Unis, Büros, Läden, Lokale oder auch Theater blieben bis auf Weiteres geschlossen. Zudem befinden 61.000 Mitglieder der Nationalgarde in Katastrophen-Bereitschaft.
Auch die Airlines bekommen die Auswirkungen zu spüren. So wurden bereits tausende Flüge gestrichen. Nach Ansicht von Fachleuten könnten sich allein die Sturmschäden auf mehr als drei Milliarden Dollar belaufen.
Der Ölpreis befindet sich in einer Art Schockstarre. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete gegen Mittag 109,12 Dollar. Das sind 43 Cent weniger als zum Handelsschluss am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 68 Cent auf 85,62 Dollar. Die Produktion in einigen Raffinerien an der Nordostküste der USA wurde bereits eingeschränkt. Die Benzinpreise legten zu
Globale Auswirkungen
Die Folgen des Hurrikans sind auch in Frankfurt zu spüren. Ähnlich wie an US-Feiertagen sind die Umsätze wegen der fehlenden Aktivitäten aus Übersee deutlich niedriger. Ob der Handel am Dienstag wieder aufgenommen werden kann, bleibt zunächst ungewiss. Einen weiten Bogen machen die Anleger in diesem Zusammenhang vor der Aktie der Munich Re und der Hannover Rück.
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