ifo-Index zieht weiter an

Der vielbeachtete ifo-Geschäftsklimaindex setzt auch im Juli seinen positiven Trend fort. Erstmals seit langer Zeit stieg die Komponente zur Lageeinschätzung stärker als die Aussichten.
Der vielbeachtete ifo-Geschäftsklimaindex setzt auch im Juli seinen positiven Trend fort. Erstmals seit langer Zeit stieg die Komponente zur Lageeinschätzung stärker als die Aussichten.
Der Geschäftsklimaindex des Münchner ifo-Instituts ist bereits zum vierten Mal in Folge gestiegen. Somit hat sich im Juli die Stimmung in der deutschen Wirtschaft erneut aufgehellt. Der Ifo-Index kletterte von 85,9 Punkten im Vormonat auf 87,3 Punkte und lag somit deutlich über den durchschnittlichen Prognosen der Volkswirte (86,5 Zähler). Besonders erfreulich: Die Lagebeurteilung konnte sich spürbar um 1,9 Punkte auf 84,3 Punkte erholen. Der Anstieg der Geschäftserwartungen hat sich hingegen verlangsamt. So kletterte die Komponente der Erwartungshaltung um 0,9 Punkte auf 90,4 Punkte. Mit der Annäherung der Lagebeurteilung dürfte sich die Befürchtung einer zu hohen Erwartungshaltung als unbegründet erweisen. "Es scheint, dass die Wirtschaft wieder Tritt fasst", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. „Wir werden im dritten Quartal wieder eine positive Wachstumsrate haben", fügte ifo-Konjunkturexperte Klaus Abberger hinzu.
Michigan-Index nachträglich nach oben korrigiert
In den USA hat sich das von der Uni Michigan erhobene Konsumklima nicht ganz so stark wie ursprünglich gemeldet eingetrübt. Der entsprechende Index sei im Juli von 70,8 Punkten im Vormonat auf 66,0 Zähler zurückgegangen. Wie die Universität Michigan am Freitag mitteilte, wurde in der Erstschätzung noch ein Wert von 64,6 Punkte ermittelt. Volkswirte hatten mit einer Revision auf 65,0 Punkte gerechnet. Das ist nun der erste Rückgang seit Februar. Im Vormonat war der Indikator auf den höchsten Stand seit Februar geklettert.
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