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Konsumenten trotzen der Krise

Dominik Schertel

Laut der aktuellen Veröffentlichung der GfK Marktforschung bleibt die Stimmung unter den deutschen Verbrauchern im April trotz anhaltender Negativmeldungen stabil. Die Konjunktur- und Einkommenserwartungen der Konsumenten konnten sogar leicht zulegen.

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Laut der aktuellen Veröffentlichung der GfK Marktforschung bleibt die Stimmung unter den deutschen Verbrauchern im April trotz anhaltender Negativmeldungen stabil. Die Konjunktur- und Einkommenserwartungen der Konsumenten konnten sogar leicht zulegen.

Die deutschen Verbraucher lassen sich derzeit nicht von den täglichen Hiobsbotschaften aus der Wirtschaft verunsichern. So konnte der GfK-Konsumklimaindex im April auf dem Wert des Vormonats bei 2,5 Zählern stagnieren. Laut GfK trotzt der Indikator damit dem gesamtwirtschaftlichen rezessiven Umfeld, wenngleich sich der Index auf einem insgesamt eher niedrigen Niveau befindet. So verzeichnete der Konsumklimaindex im April auf Jahressicht ein Minus von 2,1 Punkten.

 

Teilkomponenten überzeugen

Die Teilkomponenten des GfK-Konsumklimaindex konnten im April ebenfalls gut abschneiden. Demnach verbesserte sich die Konjunkturerwartung um 1,6 Punkte auf minus 31,2 Zähler. Im Vorjahr hatte der Teilindikator noch 23,3 Punkte im Plus gelegen. Jedoch scheint laut den Marktforschern die Talfahrt langsam zu einem Ende zu kommen. Die befragten Verbraucher schätzen auch die Entwicklung der persönlichen finanziellen Lage wieder besser ein.

So legte der Index zur Einkommenserwartung um 3,4 Zähler auf minus acht Punkte zu (Vorjahr: 10,5 Punkte). Die Experten der GfK begründen die aktuelle Entwicklung vor dem Hintergrund steigender Renten und der niedrigen Inflationsrate. Demnach betrug die Teuerungsrate im März nur noch ein halbes Prozent, was in erster Linie auf gesunkene Preise für Nahrungsmittel und Energie zurückzuführen ist. Der dritte Teilindikator des Konsumklimaindex, die Anschaffungsneigung, nahm im laufenden Monat um 1,5 Punkte auf 12,4 Zähler ab. Der Aprilwert befindet sich damit jedoch nach wie vor auf einem guten Niveau. So steht auf Jahressicht ein Plus von rund 17 Punkten zu Buche. Die GfK nennt vor allem die Abwrackprämie als Grund für die erfreuliche Entwicklung dieses Teilindizes.

Droht Ungemach?

Die Experten des Marktforschungsinstituts glauben jedoch, dass Ungemach droht. So wird der GfK-Konsumklimaindex in den kommenden Monaten unter dem erst kürzlich erschienenen Frühjahrsgutachten zu leiden haben. Noch schwerer wird dem Indikator jedoch die Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu schaffen machen. Wenn Mitte des Jahres die arbeitsmarktpolitischen Instrumente, wie Kurzarbeit, auslaufen werden, wird es zu weiteren Entlassungen kommen. Diese werden den Arbeitsmarkt und damit auch das Konsumklima schwer belasten. Bleibt abzuwarten, wie stark sich die drohende Entwicklung bereits in der nächsten Veröffentlichung des Index am 26. Mai widerspiegelt.

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