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Verarbeitendes Gewerbe, Inflationsrate und Ausfuhren im Blick

Dominik Schertel

Beim Statistischen Bundesamt standen heute einige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Während die deutschen Ausfuhren und der Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe im Mai auf Jahressicht deutliche Abschläge hinnehmen mussten, stiegen die Verbraucherpreise im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat leicht an.

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Beim Statistischen Bundesamt standen heute einige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Während die deutschen Ausfuhren und der Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe im Mai auf Jahressicht deutliche Abschläge hinnehmen mussten, stiegen die Verbraucherpreise im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat leicht an.

Wie das Statistische Bundesamt berichtet, wurden im Mai Waren im Wert von 60,7 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 51,1 Milliarden Euro eingeführt. Daraus ergibt sich kalender- und saisonbereinigt ein Außenhandelsbilanzüberschuss von 10,3 Milliarden Euro. Die deutschen Exporte waren im Mai auf Jahressicht um 24,5 Prozent und die Importe um 22,6 Prozent rückläufig. Auf Monatssicht zeigte sich zwischen Ein- und Ausfuhren hingegen eine gegenläufige Entwicklung: So steigerten sich die Exporte gegenüber April 2009 um 0,3 Prozent, während die Importe um 2,1 Prozent abnahmen.

Umsatzeinbruch im Verarbeitenden Gewerbe

Auf Jahressicht hatte das Verarbeitende Gewerbe im Mai mit deutlichen Umsatzeinbußen von 19 Prozent zu kämpfen. Der Inlandsumsatz verringerte sich dabei um 14,6 Prozent, während die Erlöse im Ausland gar um 24 Prozent rückläufig waren. Am stärksten hatten die Firmen aus der Metallerzeugung und -bearbeitung unter dieser Entwicklung zu leiden (Umsatz: minus 30,2 Prozent). Auf Monatssicht zeigte sich hingegen ein freundlicheres Bild: Gegenüber April konnten die Umsätze im Mai um 4,6 (Ausland: 6,9; Inland: 2,8) Prozent gesteigert werden.

Inflationsrate steigt wieder

Der Verbraucherpreisindex für Deutschland ist im Juni auf Jahressicht minimal um 0,1 Prozent gestiegen. „Die niedrige Inflationsrate ist nach wie vor durch besonders starke Preisschwankungen bei Mineralölprodukten geprägt. Obwohl der Preisverfall seit einigen Monaten gestoppt wurde und im Juni 2009 deutliche Preisanstiege gegenüber dem Vormonat ermittelt wurden, liegen die Preise für Mineralölerzeugnisse immer noch weit unterhalb der Rekordniveaus aus dem Vorjahr“, heißt es in der Meldung des Statistischen Bundesamts. Auf Monatssicht nahm die Teuerungsrate hingegen deutlicher um 0,4 Prozent zu. Der Preisanstieg des Index gegenüber April 2009 lässt sich mit den Preiserhöhungen bei Mineralölprodukten (plus 5,5 Prozent) und Tabakwaren (plus 4,5 Prozent) begründen.

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