Commerzbank: Oliver Roth sieht kurzfristige Tradingchance
Kapitalmarktstratege Oliver Roth hält das aktuelle Niveau im DAX fundamental nicht für überwertet: "Der Markt lügt nicht und letztendlich sind die Finanzmärkte dafür da abzuschätzen, wie die Wirtschaft läuft", so Roth. "Aber wir haben natürlich auch eigene Regeln. Und die eigenen Regeln beziehen sich natürlich auch beispielsweise auf die Zinssituation, die generelle Geldmenge, die im Umlauf ist und vieles mehr. Also da gibt es mehr Einflüsse als die fundamentalen Daten der Unternehmen", so Roth weiter. Die DAX-Konzerne haben im zweiten Quartal trotz Staatsschuldenkrise und schwächelnder Konjunktur einen neuen Umsatzrekord verbucht. Die Erlöse kletterten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um neun Prozent auf 312 Milliarden Euro - die bisherige Höchstmarke für diesen Zeitraum. Das geht aus einer Studie des Beratungs- und Prüfungsunternehmens Ernst &Young hervor, die der dpa am Mittwoch vorlag. Beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) legten die Dax-Schwergewichte sogar um zwölf Prozent zu, verfehlten mit 27,5 Milliarden allerdings knapp den bisherigen Bestwert für ein zweites Quartal aus dem Jahr 2007.