Commerzbank: Analyst bleibt skeptisch

Die Commerzbank ist und bleibt eine Wette auf eine Erholung in der Euro-Schuldenkrise. "Wir haben natürlich bei der Commerzbank immer noch das Problem, dass bei den Peripherieländern rund 12 Milliarden Wertpapiere in der Bilanz stehen, dieses Problem besteht weiter", so Becker. "Das ist glaube ich eine entscheidende Frage - eine politische Frage -, ob sich das Eurosystem da durchringt zu einer Banklizenz für den ESM, ob es da eine konsequente Lösung gibt. Dann kann dieses Problem deutlich geringer werden. Wenn nicht, kann es wieder virulent werden, das muss man sehen." Vom Mühlstein der Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen befreit, hat die Commerzbank im zweiten Quartal zwar deutlich mehr Geld verdient. Für den weiteren Jahresverlauf machen sich die Frankfurter aber wenig Hoffnung. "Wir sehen derzeit keine Anzeichen dafür, dass sich der Druck auf das operative Ergebnis reduziert", erklärte Finanzvorstand Stephan Engels. Damit schließt sich Deutschlands zweitgrößte Bank den pessimistischen Tönen der Deutschen Bank ab. Die Commerzbank erwartet für das zweite Halbjahr ein Konzernergebnis unter dem der ersten sechs Monate. Hier hat die Bank 644 Millionen Euro erzielt -knapp 400 Millionen Euro weniger als im ersten Halbjahr 2011.