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SPECIAL: Altersvorsorge - Teil 1

Die Staatskassen sind leer, die demografische Entwicklung ungünstig. Im Rentenalter droht eine Versorgungslücke. Wer nicht zusätzlich vorsorgt, hat später das Nachsehen.

Eine aktuelle Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DAI) zeigt, dass sich 68 Prozent der Bundesbürger aufgrund der Wirtschaftskrise Sorgen um ihre Altersvorsorge machen. Die Bereitschaft, mehr in die Alterssicherung zu investieren, ist aber weiterhin gering: Nur 22 Prozent der 1.000 Befragten planen eine zusätzliche private Vorsorge.

Risiken der gesetzlichen Rentenversicherung

Dabei birgt die ohnehin knapp bemessene gesetzliche Rentenversicherung zahlreiche Risiken. Die leeren Staatskassen und die ungünstige demografische Entwicklung haben zu kontinuierlich steigenden Beitragssätzen und einem fallenden Rentenniveau geführt. Zudem erhöhte sich das Renteneintrittsalter. Die Wahrscheinlichkeit weiter sinkendender Realrenten ist groß. Einer DIA-Studie zufolge haben sich deshalb seit 1970 die Renditeerwartungen für Durchschnittsrentner um fünf bis sechs Prozentpunkte verschlechtert.
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Gesetzliche Rente reicht nicht aus

Eine ergänzende private Vorsorge ist angesichts rückläufiger Rentenniveaus bei der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) unumgänglich. Als Faustformel gilt: Wer in Rente geht, benötigt mindestens 70 Prozent, besser 80 Prozent seines Nettoeinkommens, um seinen Lebensstandard halten zu können. Wie hoch die gesetzliche Rente in Zukunft ausfällt, weiß letztendlich niemand so genau. Experten sind sich aber einig: Das Rentenniveau wird in Zukunft nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard beizubehalten. Ein Durchschnittsverdiener wird laut einer DIA-Studie im Rentenalter mit einer monatlichen Versorgungslücke von mindestens 586 Euro konfrontiert sein. Aus diesem Grund fördert der Staat die private Altersvorsorge.

GRV: Real rückläufig

Die Finanzkrise erzeugt bei vielen Menschen Zweifel an der Verlässlichkeit der kapitalbasierten Altersvorsorge. Meinhard Miegel von der Stiftung Denkwerk Zukunft in Bonn bemerkt: „Es gibt nirgendwo hundertprozentige Sicherheit. Aber während sich die Kaufkraft gesetzlicher Renten seit Anfang der 80er zunächst nicht erhöht und seit einiger Zeit sogar vermindert hat, hat sich der Wert deutscher Aktien trotz Rückschlägen seit Anfang 2008 real vervierfacht.“

Aktiensparpläne im Plus

Uni-Professor Reinhold Schnabel verweist auch auf die Aktienergebnisse: „Mit einem reinen DAX-Sparplan hätte ein Anleger in allen erdenklichen 30-Jahres-Abschnitten seit 1954 eine reale Rendite von 6,6 Prozent erzielt.“ Er fügt hinzu, dass eine typische private Altersvorsorge nicht nur aus Aktien besteht: „Zum Ende der Laufzeit wird der Aktienanteil heruntergefahren. Dies schützt vor starken Kursrückschlägen.“

Je früher, desto besser

Der Staat unterstützt Sparer bei der Altersvorsorge. Mit den staatlichen Zuschüssen und Steuervorteilen kann die Qualität des Lebensabends mit überschaubarem Aufwand entscheidend verbessert werden. Dabei kann man mit der Altersvorsorge nicht früh genug starten. Der Zinseszinseffekt belohnt junge Sparer. Je mehr Zeit bis zur Rente bleibt, desto größer kann der Aktienanteil gewählt werden. Je nach Renditeerwartung und Alter müssten fünf bis zehn Prozent des Bruttoeinkommens aufgebracht werden, um die Versorgungslücke zu schließen.

Keine Experimente

Bei der Altersvorsorge sind Experimente tabu. Wer zu große Wetten eingeht, setzt seinen finanziellen Spielraum im Rentenalter aufs Spiel. Zugleich gilt aber auch: Wer zu defensiv vorsorgt, verzichtet auf Renditechancen und damit auf mehr Geld im Alter.

Sicherheit vor Rendite

Umfragen belegen: Sicherheit geht vor Kapitalrendite, wenn es um die Rente geht. Im zweiten Teil der Altersvorsorge- Serie stellt der aktionär die besten Wege vor, mit Kapitalgarantie staatliche Förderungen und hohe Renditen zu sichern.

DIA: Deutsches Institut für Altersvorsorge

Mit Studien und Projekten hat sich DIA zum Ziel gesetzt, mit klaren und fundierten Informationen unabhängig und neutral über die private Altersvorsorge zu informieren. Zahlreiche Publikationen sind kostenlos erhältlich. Für einige Infos verlangt das Institut eine kleine Gebühr.

Der DIA-Rentenschätzer schafft Klarheit über die persönliche Rentensituation für Arbeitnehmer, die Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) oder ähnliche Institutionen einzahlen.

 

Ausführliche Informationen über Altersvorsorge mit Fonds erhalten Interessierte auf der Website der BVI (Bundesverband Investment und Asset Management e.V.). Hier werden die Vorteile von renditestarken fondsgebundenen Altersvorsorgeprodukten ausführlich und anschaulich erklärt.

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