Zufluchtstätte Gold
Gold hat in Inflationszeiten schon des Öfteren seine Schutzfunktion unter Beweis gestellt. Anleger können auf dem aktuellen Niveau insbesondere bei Minenwerten günstig zugreifen.
Anleger, die ihr Erspartes vor einer Geldentwertung schützen möchten, kommen an einem Investment in Gold nicht vorbei. Das hat die Vergangenheit wiederholt gezeigt. Dies galt insbesondere dann, wenn die Realzinsen, also die Zinsen abzüglich der Inflation, negativ waren oder zumindest unter zwei Prozent lagen. Genau solche Phasen wearen es, in denen sich Gold besonders gut entwickelt hat.
Realzins-Niveau spricht für steigende Goldkurse
Exakt so eine Situation finden wir auch heute vor und dieser Trend dürfte, insbesondere wenn die erwarteten hohen Inflationsraten tatsächlich Realität werden, noch einige Zeit anhalten - zumal die Zinsen wohl noch länger auf dem derzeit niedrigen Niveau verharren dürften. Der Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, erklärte Anfang des Jahres, dass die kurzlaufenden Zinssätze nach seinem Dafürhalten „mindestens bis Ende 2014" nahe null gehalten werden. Dies bedeutet, dass bereits die geringste Inflation zu negativen Realzinsen führt. Der Gold-Bullenmarkt dürfte demnach länger andauern und die aktuelle Korrektur könnte sich schon bald als hervorragende Kaufchance für Gold herausstellen. Das sieht auch der Goldexperte Ronald-Peter Stöferle von der Erste Group Bank so. Im Interview mit dem aktionär erklärte er: „Gold ist beim aktuellen Realzinsniveau eine klare Alternative zu kurzlaufenden Staatsanleihen, Girokonto und Termingeld."
Drei goldene Investments
Anleger haben dabei gleich mehrere Möglichkeiten, sich am Goldmarkt zu engagieren. Neben physischem Gold, das sicherlich in keinem Investment-Mix fehlen sollte, bieten sich Zertifikate und insbesondere Goldaktien an. Nicht nur, dass diese aufgrund steigender Dividendenerträge immer attraktiver werden, sie sind derzeit zudem im Vergleich zum Goldpreis enorm unterbewertet.
Goldcorp: Stark positioniert, günstig bewertet
Unter den großen Goldminentiteln fällt dabei insbesondere Goldcorp ins Auge. Nach der jüngsten Konsolidierung wird der Wert derzeit gerade einmal mit einem 2012er-KGV von 19 und einem 2013er-KGV von 12 gehandelt. Dabei besticht die Gesellschaft mit Wachstumsraten und insbesondere enorm günstigen Produktionskosten, die unter den Big Playern ihresgleichen suchen. Seit Jahren gehört Goldcorp zu den günstigsten Produzenten. Pro geförderte Unze Gold fallen Cashkosten auf Beiproduktbasis von weniger als 300 Dollar an. Bis zum Jahr 2016 will der in Kanada beheimatete Goldproduzent zudem seine Produktion um 70 Prozent auf 4,2 Millionen Unzen steigern. Zwar stoppte zuletzt ein Gerichtsbeschluss die Planungen für das chilenische El-Morro-Projekt - angeblich wurde die dort lebende Bevölkerung nicht genügend einbezogen -, Goldcorp hat aber bereits angekündigt, an einer zeitnahen Nachbesserung zu arbeiten. So dürfte die Fortsetzung der Arbeiten am achtgrößten Minenprojekt in Chile wohl - ebenso wie schon bald wieder deutlich höhere Kurse der Aktie von Goldcorp - nur eine Frage der Zeit sein.

Ideales Instrument zur Absicherung
Angesichts zu erwartender steigender Inflationsraten bei gleichzeitig anhaltend niedrigem Zinsniveau sollten Anleger einen Teil ihres Depots mit einem Investment in Gold absichern. Unter den Goldminenaktien gefällt insbesondere Goldcorp, die derzeit sehr günstig zu haben ist.
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