Alfred Maydorn
Der chinesische Solarkonzern Yingli Green Energy hat ein solides Quartalsergebnis vorgelegt und dabei die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen. Der Ausblick war solide. Reicht das, um dem Aktienkurs auf die Beine zu helfen?
Im zweiten Quartal hat Yingli 398,1 Millionen Dollar umgesetzt und damit die Erwartungen der Analysten von 371 Millionen Dollar geringfügig überboten, auch der Gewinn lag mit 0,21 Dollar pro Aktie leicht über den Erwartungen von 0,19 Dollar je Anteilschein. Yingli-Chef Liansheng Miao bezeichnete das Ergebnis als "solide" und hat für das Gesamtjahr höhere Margen in Aussicht gestellt.
Margenziel leicht angehoben
Bisher wollte Yingli im Geschäftsjahr 2010 Bruttomargen zwischen 27 und 29 Prozent erreichen, jetzt sollen es 28 bis 30 Prozent werden. Die Auslieferungsprognose wurde unverändert bei 950 Megawatt bis ein Gigawatt belassen. Prognosen über zukünftige Umsätze oder Gewinne machte der zweitgrößte chinesische Solarkonzern nicht.
Aktienkurs legt etwas zu
Ein solides Ergebnis und ein bestätigter Ausblick - nicht schlecht, aber wohl zuwenig, um ein Kursfeuerwerk bei der Aktie auszulösen. Zumal viele Konkurrenten zuletzt deutlich bessere Ergebnisse vorgelegt hatten. In einer ersten Reaktion legt die Aktie im frühen vorbörslichen Handel in New York aber immerhin um gut ein Prozent auf 11,40 Dollar zu.
Fazit: Halten mit reduziertem Kursziel
Die Analysten von Ardour Capital belassen die Yingli-Aktie in einer ersten Einschätzung auf "Halten" und bestätigen ihr Kursziel von 10,00 Dollar. DER AKTIONÄR rät ebenfalls zum Halten bestehender Positionen, traut der Aktie aber etwas mehr zu. Für einen echten Befreiungsschlag sind Zahlen und Ausblick allerdings zu "solide". Das Kursziel wird von 19,00 auf 16,00 Dollar oder umgerechnet 12,50 Euro reduziert.