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Yingli Green Energy: Gute Zahlen, prima Ausblick, Aktie fällt

Alfred Maydorn

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Der zweitgrößte chinesische Solarkonzern Yingli Green Energy hat zwar die Gewinnschätzungen für das vierte Quartal leicht verfehlt, aber der Umsatz übertraf die Erwartungen dafür deutlich. Der positive Ausblick für 2010 belegt: Bei Yingli läuft das Solargeschäft bestens. Der Aktienkurs ist dennoch unter Druck und verliert über sechs Prozent an Wert.

Im vierten Quartal hat Yingli Green Energy 370, 8 Millionen Dollar umgesetzt. Das waren nicht nur 44 Prozent mehr als im Vorjahr, sondern auch deutlich mehr als die rund 330 Millionen, die erwartet worden waren. Der Gewinn nach Sonderfaktoren lag allerdings mit 20,2 Millionen Dollar oder 0,13 Dollar pro Aktie leicht unter den Erwartungen der Experten

Ziel 1.000 Megawatt

Weitaus wichtiger als das zurückliegende Ergebnis ist aber der Ausblick auf das laufende Jahr. Und hier gab es eine echte Überraschung. Im Vorfeld der Veröffentlichung hatten die Analysten von Collins Stewart mit einer geplanten Auslieferung von 775 Megawatt für das Jahr 2010 gerechnet. Tatsächlich hat Yingli angekündigt, im laufenden Jahr Solarmodule mit einer Gesamtleistung zwischen 950 und 1.000 Gigawatt auszuliefern. Gegenüber dem letzten Jahr entspräche dies einem Zuwachs um bis zu 90 Prozent.

Margen hoch, Aktienkurs tiefer

Die Bruttomargen werden im kommenden Jahr zwischen 27 und 29 Prozent liegen - im Zuge der zu erwartenden Preissenkungen eine ambitionierte Prognose, die sich auf die besonders kostengünstige Produktio des chinesischen Solarkonzerns zurückführen lässt. Trotz des guten Ausblicks verliert die Aktie von Yingli zum Handelsauftakt in New York über sechs Prozent an Wert.

Nachkaufchance

DER AKTIONÄR ist insbesondere vom starken Ausblick Yinglis positiv überrascht und rät die schwächeren Notierungen als Nachkaufgelegenheit zu nutzen. Die erste Enttäuschung einiger Anleger über die leichte Verfehlung des Quartalsgewinns dürfte schnell wieder verflogen sein.

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