Weltklasse aus Portugal
Dänemark, Holland und Portugal – Das Auftaktprogramm der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist wahrlich keine leichte Kost. DER AKTIONÄR hat sich an den Aktienmärkten der deutschen Gruppengegner umgesehen und ist auch dort auf höchste Qualität gestoßen. Den Anfang macht wie beim Fußball Portugal.
Zum Auftaktspiel am 8. Juni zwischen Polen und Griechenland strömten Tausende Fans aus ganz Europa nach Polen. An den Märkten der Supermarktkette Biedronka dürften sie hierbei nicht herumgekommen sein. Die Marienkäfer-Logos der erst 1995 gegründeten Handelskette zieren über 1.800 polnische Filialen. In diesem Jahr sollen weitere 250 Filialen eröffnet werden. Damit ist Biedronka der klare Marktführer, Tendenz steigend.
Expansion
Bis 2015 sollen es 3.000 Märkte sein. Das Erfolgsrezept Biedronkas ist eine aggressive Preispolitik in Kombination mit dem Fokus auf regionale Produkte. 95 Prozent des Sortiments bestehen aus polnischen Produkten. Bei den polnischen Kunden kommt das bestens an. Ausländische Konkurrenten wie Aldi oder Lidl sehen bis heute kein Land gegen Biedronka. Aldi hat etwa in Polen weniger als 200 Filialen.
Erster Jubel in Portugal
Das freut vor allem einen: die Konzernmutter Jerónimo Martins. Der portugiesische Einzelhändler hat den Discounter Mitte der 90er-Jahre übernommen. Damals hatte Biedronka lediglich 243 Filialen. Auch wenn Jerónimo Martins mit der Kette Pingo Doce auch in Portugal weiterhin zu den Markführern zählt und dort solide wächst, trägt Biedronka bereits über 60 Prozent zum gesamten Konzernumsatz bei. 2012 wird dieser erstmals die Marke von zehn Milliarden Euro überschreiten.
Starke Margen
Bei den Gewinnen ist der Anteil des polnischen Discounters sogar noch höher. Trotz der Billigpreise und des aggressiven Wachstums sind die Margen vergleichsweise hoch. Während Jerónimo Martins Nettoertragsmargen von über 3,5 Prozent erzielt, müssen sich Branchengrößen wie die französische Carrefour oder die deutsche Metro meist mit rund einem Prozent zufrieden geben.

Die unendliche Erfolgsgeschichte
Auch an der Börse zählt Jerónimo Martins zur europäischen Spitzenklasse. Seit 2002 hat sich die Aktie vervierzehnfacht. Angesichts des rasanten und profitablen Wachstums dürfte die Aktie der Portugiesen auch in Zukunft den Zweikampf mit dem Gesamtmarkt klar für sich entscheiden. Das Kursziel lautet 18,50 Euro. Ein Stopp von 11,00 Euro sichert ab.
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