Leon Müller
BYD-Aktionäre lachen über die Krise im Automobilsektor. Unter ihnen Warren Buffett, der sich frühzeitig knapp zehn Prozent an Chinas führendem Hersteller von Elektrofahrzeugen gesichert hat. Das Unternehmen, das auch Batterien produziert, vermeldete letzte Woche Absatzzahlen auf Rekordniveau. Und auf einem solchen bewegt sich auch der Kurs der im Rahmen des Spezialreports „Die 5 besten China-Aktien“ vorgestellten Aktie.
BYD-Aktionäre lachen über die Krise im Automobilsektor. Unter ihnen Warren Buffett, der sich frühzeitig knapp zehn Prozent an Chinas führendem Hersteller von Elektrofahrzeugen gesichert hat. Das Unternehmen, das auch Batterien produziert, vermeldete letzte Woche Absatzzahlen auf Rekordniveau. Und auf einem solchen bewegt sich auch der Kurs der im Rahmen des Spezialreports "Die 5 besten China-Aktien" vorgestellten Aktie.
Monatelang hielt die Abwrackprämie die deutsche Automobilindustrie auf Trapp. Doch damit ist es seit einigen Wochen vorbei. Jetzt erzielen die hiesigen Hersteller Erfolge - wenn überhaupt - dann nur fernab der Landesgrenzen. So vermeldete der Stuttgarter Autobauer Daimler vergangene Woche Zahlen zum China-Geschäft: Die Verkäufe der Marke Mercedes-Benz schnellten von Januar bis September um 52 Prozent auf 44.300 Einheiten in die Höhe. Alleine im September erreichte der Verkauf ein neues Rekordhoch von 7.000 Stück. Nach den ersten neun Monaten des Jahres hat Daimler somit das Niveau des Vorjahres bereits übertroffen. Das klingt sensationell, ist allerdings nichts im Vergleich zu den Werten des chinesischen Elektrofahrzeugherstellers BYD...
44.000 Fahrzeuge abgesetzt - allein im September
BYD verkaufte allein im September mit 44.000 Fahrzeugen so viele wie Daimler im gesamten Neun-Monats-Zeitraum seit Januar. Die Absatzzahlen der Chinesen lesen sich wie die Wachstumsraten von Internet-Unternehmen in der Dotcom-Blasen-Ära. BYD verkaufte im September 88 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahresmonat, brachte von Januar bis September insgesamt 300.000 Fahrzeuge an Mann und Frau und damit fast doppelt so viele wie im gesamten Vorjahr (176.795 Fahrzeuge). Es wäre verwunderlich, wenn das ursprünglich für dieses Jahr vorgesehene Ziel von 400.000 verkauften Fahrzeugen nicht mit Leichtigkeit übertroffen werden würde. Dann würde auch das für 2010 ausgesprochene Ziel von 700.000 Fahrzeugen ins Wanken geraten.
Elektromobilität für die Vereinigten Staaten
Abgesehen von den zu erwartenden Rekordabsatzzahlen dürfte das Jahr 2010 weitere Erfolge mit sich bringen. BYD hat angekündigt sein Elektrofahrzeug e6 bereits im kommenden Jahr in den USA einzuführen. Unterstützt wird das Unternehmen dabei von MidAmerican Energy Holdings, der Energieholding von Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway. Buffett hatte sich im Jahr 2008 über MidAmerican Energy bei BYD eingekauft und für 232 Millionen Dollar einen Anteil von 9,89 Prozent erworben. Heute ist das Aktienpaket 2,4 Milliarden Dollar wert - Buffett hat seinen Einsatz binnen Jahresfrist verzehnfacht. Jetzt denkt der US-Milliardär offenbar darüber nach, seinen Anteil weiter aufzustocken.

Diese Aktien kauft Warren Buffett
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Wachstumsstory mit Fortsetzung
Die Wachstumsstory von BYD dürfte damit ihre Fortsetzung finden. Im Rahmen des Spezialreports "Die 5 besten China-Aktien" als Investmentziel vorgestellt, hat die Aktie ihrem Ruf bisher alle Ehre gemacht und ausgehend vom Empfehlungskurs stolze 70 Prozent zugelegt. Das ausgesprochene Kursziel von 6,25 Euro wurde dabei längst überschritten. Für Anleger, die den Einstieg verpasst haben, ist es noch nicht zu spät. Rücksetzer sollten konsequent genutzt werden, um sich positionieren. Das neue Kursziel liegt bei 9,00 Euro.