Vestas-Aktie: Raketenstart beim Chart der Woche
In der aktuellen Ausgabe hat DER AKTIONÄR als heiße Rebound-Chance die Vestas-Aktie vorgestellt. Gerüchte über eine große Kooperation lassen den Kurs in dieser Woche explodieren. Die Aufholjagd hat begonnen.
Das Timing hätte nicht besser sein können. Noch zu Kursen um 4,50 Euro am Freitag empfohlen, steht die Vestas-Aktie heute bereits bei 5,30 Euro. Der dänische Windkraftanlagenhersteller hat bestätigt, dass er mit Mitsubishi Heavy Industries über eine strategische Zusammenarbeit verhandelt. Sollten die Gespräche zu konkreten Ergebnissen führen, wird Vestas unmittelbar im Anschluss berichten, heißt es in einer Mittelung. Diese Nachrichten beflügeln heute den Vestas-Kurs. Shorties werden aus der Aktie gedrängt.
Überkapazitäten
Sie haben in den vergangenen Jahren auch gut verdient. Von ihrem 2008er-Hoch hat die Aktie um über 95 Prozent an Wert verloren. Der Grund ist schnell zu finden. Die Windanlagenbranche hat massiv mit Überkapazitäten zu kämpfen. In den letzten zwei Jahren sind die Preise für Windkraftanlagen um 25 Prozent gefallen. Das zehrt gewaltig an den Margen. Im Schnitt beliefen sich die diese 2011 auf lediglich 1,4 Prozent - nach 4,4 Prozent im Jahr 2010. Einige Hersteller verzeichneten gar ein negatives EBIT. "Vom Markt können die Hersteller in den nächsten Jahren keine Lösung ihrer Probleme bei Preis und Überkapazitäten erwarten", ist Wolfgang Krenz, Partner bei Oliver Wyman, überzeugt. "Dynamisches Marktwachstum ist vorerst nicht in Sicht. Erst ab 2015 ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen."
Nettoverlust wird weniger
Vestas muss daher massiv sparen. Im zweiten Quartal 2012 gelang es, den Verlust unter dem Strich auf acht Millionen Euro zu begrenzen. Vor einem Jahr war noch ein Minus von 71 Millionen Euro verbucht worden. Gleichzeitig mit der Bekanntgabe der Quartalszahlen kündigte Vestas an, bis zum Jahresende weitere 1.400 Stellen zu streichen und damit 250 Millionen Euro einsparen zu wollen. Bereits Anfang des Jahres waren mehr als 2.300 Arbeitsplätze weggefallen.

Heißer Zock
So langsam werden die Shorties bei Vestas unruhig und decken ein. Ein solcher Short-Squeeze kann eine enorme Dynamik entfalten. Wo charttechnische Kursziele bei der Vestas-Aktie liegen und wo Anleger am besten einen Stopp platzieren, steht in der aktuellen Ausgabe des AKTIONÄR, die als ePaper hier abrufbar ist.
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