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Unicredit setzt Gegenbewegung fort

Thorsten Küfner

Die Aktie der Unicredit kann auch im heutigen Handel wieder zulegen. Unterstützung erhalten die Anteile von Italiens größter Bank dabei erneut von Analystenseite. Sie verweisen auf die sehr niedrige Bewertung der Aktie.

Die Unicredit-Aktie setzt ihre Erholung trotz des eher trüben Marktumfelds weiter fort. Nachdem sich bereits gestern einige Analysten zu Wort gemeldet und die Aussichten für die Anteilscheine des größten italienischen Bankhauses eher positiv bewertet hatten (siehe unter: Unicredit: Das sagen die Experten), haben nun auch Nomura und WestLB die Titel der Hypovereinsbank-Mutter näher unter die Lupe genommen.

Kursziel 3,70 Euro

So hat Nomura das Kursziel für das Unicredit-Papier nach der Aktienzusammenlegung (10:1) sowie der laufenden Kapitalerhöhung von 0,90 auf 3,70 Euro angepasst. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau ergibt sich daraus ein Aufwärtspotenzial von fast 50 Prozent. Die Einstufung wurde dennoch lediglich bei „Neutral" belassen. Dank des frischen Eigenkapitals dürfte die Bank nach Ansicht von Analyst Domenico Santoro auf Basis der Basel-III-Richtlinien (für Ende 2011 berechnet) eine Kernkapitalquote von neun Prozent gehabt haben. Nach Abschluss der Kapitalerhöhung ist die Unicredit seiner Ansicht nach günstiger bewertet als der italienische Konkurrent Intesa Sanpaolo. Das macht die Aktie trotz der im Vergleich zu Intesa Sanpaolo niedrigeren Profitabilität attraktiv.

WestLB hebt den Daumen

Die WestLB hat die Einschätzung der Anteile der Unicredit von „Reduce" auf „Neutral" angepasst. Analyst Christoph Bossmann betonte, dass die die Bewertung nach dem jüngsten Kursrutsch mit dem 0,3-fachen des bereinigten Substanzwertes niedrig bewertet ist und die Kursrisiken nun begrenzt sind. Allerdings hat Bossmann die Überschussprognosen ausgehend beginnend vom laufenden Jahr an um sieben bis zwölf Prozent reduziert, da die niedrigeren kurzfristigen Zinsen die Nettozinsüberschüsse des Bankenriesen schmälern dürften.

Enorm günstig bewertet

Konservative Anleger sollten bei der Unicredit-Aktie wegen der bestehenden Risiken, wie beispielsweise die gehaltenen italienischen Staatsanleihen im Volumen von knapp 40 Milliarden Euro sowie die sich weiter abschwächende Konjunktur auf dem italienischen Heimatmarkt, eher an der Seitenlinie verharren.

Mutige können hingegen das aktuell enorm günstige Kursniveau mit einem KBV von 0,16 und 2012er-KGV von 5 zum Aufbau erster Positionen bei dem trotz allem relativ gut aufgestellten Kreditinstitut nutzen. Investierte Anleger sollten dabei allerdings einen engen Stoppkurs setzen.

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