Unicredit: Reichlich Potenzial nach oben
Die Unicredit hat gestern einen Verlust von 9,2 Milliarden Euro für das abgelaufene Jahr veröffentlicht. Die Aussichten für die italienische Großbank sind allerdings gut. Die UBS traut der Aktie trotz der Kursverdopplung innerhalb kurzer Zeit einen deutlichen Kursanstieg zu.
Die Unicredit hat gestern ihre Geschäftszahlen für das Jahr 2011 vorgelegt. Demnach verbuchten die Mailänder einen Fehlbetrag von stattlichen 9,2 Milliarden Euro, was die Marktbeobachter allerdings keineswegs negativ überraschte (mehr dazu unter: Unicredit: 9,2 Milliarden Euro Verlust). Viele Analysten sind von der Aktie des italienischen Marktführers nach wie vor überzeugt. Besonders großes Potenzial sieht indes die UBS.
Kursziel 5,60 Euro.
Die Schweizer Großbank rät den Zahlen zum Schlussquartal weiterhin zum Kauf der Unicredit-Aktie. Das Kursziel wurde bei 5,60 Euro belassen. Analyst Matteo Ramenghi betonte, es habe keine Überraschungen gegeben, was seiner Ansicht nach durchaus positiv ist. Das Risikoprofil des Instituts sei nach der Kapitalerhöhung unter Kontrolle. Laut Ramenghi sei die Re-Allokation des Überschusskapitals der Tochter Hypovereinsbank sowie eine Rationalisierung deren zentraler Funktionen nun wichtig. Nur dadurch könnte die Unicredit die Lücke zum Sektordurchschnitt bei der Eigenkapitalrendite schließen.

Mutige greifen zu
Mit einem 2013er-KGV von 7 und einem KBV von gerade einmal 0,3 ist die Aktie der Unicredit angesichts der relativ guten Aussichten klar unterbewertet. Nachdem sich die Aktie ausgehend vom Jahrestief mittlerweile fast verdoppelt hat, hat der Titel rein fundamental betrachtet immer noch reichlich Potenzial nach oben. Mutige Anleger sollten daher weiterhin zugreifen. Das Kursziel lautet 6,00 Euro, der Stopp sollte bei 3,20 Euro belassen werden.
Leserkommentare
Die Kommentarfunktion wird moderiert. Die Moderation liegt alleine bei der Börsenmedien AG. Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.
Disqus ist ein Online-Dienst und wird von der Big Head Labs, Inc. aus San Francisco in den USA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden sind in den Börsenmedien-Datenschutzbestimmungen zu finden.
Aktien-Reports
Weitere Artikel zum Thema
Die Unicredit hat heute ihre Zahlen für das abgelaufene Jahr vorgelegt. Aufgrund zahlreicher Abschreibungen verbuchte die Großbank einen Verlust von 9,1 Milliarden Euro. Wie sollten Anleger nun reagieren?...mehr |
Zeit zum Einsteig bei Bankaktien wie Commerzbank, Deutscher Bank oder Unicredit? Unicredit-Chefvolkswirt Erik Nielsen geht jedenfalls davon aus, dass die Schuldenkrise gelöst sei. Sollten Anleger bei Finanztiteln nun zugreifen?...mehr |
Der Kurs der italienischen Großbank hat in den zurückliegenden Wochen stark korrigiert und dabei den Stoppkurs des AKTIONÄR gerissen. Mittlerweile ist die Aktie bei einer wichtigen Unterstützung angekommen. Berenberg sagt "Verkaufen"....mehr |
Für die Experten der Bank-of-America-Tochter Merrill Lynch ist die Aktie der italienischen Großbank Unicredit nun offenbar kein Kauf mehr. Ohnehin ist der Großteil der Analysten für die Papiere der Großbank eher skeptisch eingestellt....mehr |
Die Experten der Privatbank Berenberg haben die Aktien der italienische Bankenriesen Unicredit und Intesa Sanpaolo näher unter die Lupe genommen. Welche der beiden Titel sollten Anleger derzeit bevorzugen?...mehr |























