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Unicredit: Deutsche Bank rät zum Kauf

Thorsten Küfner

Die Unicredit will sich am freiwilligen Schuldenschnitt für Griechenland beteiligen. Indes haben die Analysten der Deutschen Bank ihre Kaufempfehlung für die Unicredit-Aktie bestätigt und sehen noch reichlich Luft nach oben.

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Auch die italienische Großbank Unicredit wird sich am „freiwilligen" Schuldenschnitt für Griechenland beteiligen. Der Schritt ist keine Überraschung. Schließlich dürfte der Verzicht auf die volle Rückzahlung der Schulden für den Mailänder Bankenriesen verschmerzbar sein. Ende September belief sich der bilanzielle Wert griechischer Schuldtitel auf nur noch 234 Millionen Euro (zum Vergleich: die Bilanzsumme des Konzerns beträgt fast eine Billion Euro). Zuvor hatte die Unicredit bereits Wertberichtigungen von 307 Millionen Euro durchgeführt. Die Chancen, im Falle eines Verzichts auf den Haircut 100 Prozent der ursprünglichen Forderung zu erhalten, sind außerdem ohnehin äußerst gering.

Kursziel 5,30 Euro

Indes hat die Deutsche Bank die Aktie der Unicredit erneut zum kauf empfohlen. Das Kursziel von 5,30 Euro wurde bekräftigt. Analystin Paola Sabbione erklärte, die Quartalsergebnisse, die der Konzern Ende März vorlegen wird, dürften die Schwierigkeiten der italienischen Kreditinstitute vor den beiden Dreijahrestendern der EZB verdeutlichen. Dank der Geldspritzen der Notenbank sollten sich die Banken im laufenden Jahr allerdings wieder in ruhigerem Fahrwasser bewegen. Wegen der günstigen Bewertung der Unicredit-Aktie rät sie weiterhin zum Kauf. Sollten die Kostensenkungen und die Umstrukturierung des Italien-Geschäfts umgesetzt werden, könnten die Aktien des italienischen Marktführers nach Ansicht von Sabbione noch attraktiver werden.

Fundamental ein Kauf – charttechnisch leicht angeschlagen

Die Unicredit ist sehr breit und gut aufgestellt und sollte dank der jüngsten Kapitalerhöhung über eine solide Bilanz verfügen. Die Gewinne dürften in den kommenden Jahren wieder steigen, sodass das KGV im kommenden Jahr von 10 auf 7 sinken dürfte. Mit einem KBV von gerade einmal 0,3 ist die Aktie im Branchenvergleich noch sehr günstig bewertet und für risikobereite Anleger ein Kauf. Angesichts des nun eher trüben Chartbildes können sich Alnleger mit einem Einstieg allerdings noch Zeit lassen und auf eine Stabilisierung warten. Bereits investierte Anleger belassen den Stopp bei 3,20 Euro.

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