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UBS-Ergebnis erneut tiefrot

Thorsten Küfner

Die UBS geht davon aus, im ersten Quartal 2009 einen Verlust von rund zwei Milliarden Franken erzielt zu haben. Zudem verzeichnete der weltgrößte Vermögensverwalter einen Netto-Geldabfluss von knapp 23 Milliarden Franken. Nun will das Institut weitere 8.700 Stellen abbauen.

Die UBS geht davon aus, im ersten Quartal 2009 einen Verlust von rund zwei Milliarden Franken erzielt zu haben. Zudem verzeichnete der weltgrößte Vermögensverwalter einen Netto-Geldabfluss von knapp 23 Milliarden Franken. Nun will das Institut weitere 8.700 Stellen abbauen.

Die UBS hat im Vorfeld ihrer heutigen Generalversammlung angekündigt, für die ersten drei Monate des laufenden Jahres wohl einen Fehlbetrag von knapp zwei Milliarden Franken verbucht zu haben. Der Markt zeigte sich von dem schwachen Abschneiden der Großbank im ersten Quartal enttäuscht. Zum Handelsstart notierte die UBS-Aktie deutlich im Minus.

Erneuter Geldabfluss

Negativ werteten die Marktteilnehmer auch die Tatsache, dass der weltgrößte Vermögensverwalter erneut einen Netto-Geldabfluss verzeichnet hat. Insgesamt zogen Kunden 23 Milliarden Franken ab – vor allem nach der Bekanntgabe des Vergleichs mit der US-Steuerbehörde. Die UBS händigte Steuerfahndern am 18. Februar 255 Kundendossiers aus. In der amerikanischen Vermögensverwaltung verzeichneten die Schweizer unter dem Strich dennoch einen Nettogeldzufluss von rund 16 Milliarden Franken.

Massiver Stellenabbau

Da die UBS aber immer weniger Kundengelder verwaltet sieht sich der Konzern zu weiteren Stellenstreichungen gezwungen. Diese Maßnahmen seien „leider unausweichlich“, wie die Gesellschaft mitteilen ließ. Bis Ende 2010 soll die Zahl der Mitarbeiter auf 67.500 sinken. Ende März beschäftigte die Großbank noch 76.200 Angestellte – Ende 2007 noch knapp 81.500. Durch den Arbeitsplatzabbau sollen die Kosten im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 bis 4,0 Milliarden Franken gesenkt werden.

Abwarten!

Die UBS konnte als eine der wenigen Großbanken ihre Bilanz durch den Deal mit der Schweizer Nationalbank SNB größtenteils von toxischen Papieren befreien (DER AKTIONÄR berichtete). Allerdings muss endlich der massive Abfluss von Kundengeldern gestoppt werden. Die in der Vermögensverwaltung erzielten Provisionen zählen zu den wichtigsten Einnahmen der Schweizer. Die Folgen der Steueraffäre in den USA könnten dem Konzern allerdings noch einige Zeit zu schaffen machen. Daher ist die UBS-Aktie nach der jüngsten Erholung mit einem 2009er-KGV von 13 lediglich eine Halteposition.

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