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UBS braucht weitere Milliarden

Thorsten Küfner

Die UBS beschafft sich frisches Kapital in Höhe von 3,8 Milliarden Franken. Darüber hinaus hat der Konzern bekannt angekündigt, auch für das zweite Quartal einen Verlust ausweisen zu müssen.

Die UBS beschafft sich frisches Kapital in Höhe von 3,8 Milliarden Franken. Darüber hinaus hat der Konzern bekannt angekündigt, auch für das zweite Quartal einen Verlust ausweisen zu müssen.

Die UBS hat gestern bekannt gegeben, sich frisches Kapital im Volumen von 3,8 Milliarden Franken beschaffen zu wollen. Dadurch soll die Kernkapitalquote der von der Finanzkrise stark in Mitleidenschaft gezogenen Bank von 10,5 auf 11,9 Prozent ansteigen. Die Schweizer betonten, die angekündigte Kapitalmaßnahme stehe nicht im Zusammenhang mit einem spezifischen Ereignis.

Auch das zweite Quartal wird rot

Allerdings räumte die UBS zugleich ein, dass auch für das zweite Quartal ein Fehlbetrag ausgewiesen werden muss – der siebte in den vergangenen acht Quartalen. Über die vermutliche Höhe des Verlusts wollte die Großbank keine konkreten Angaben machen. Allerdings soll das Minus geringer ausfallen als in den ersten drei Monaten (rund zwei Milliarden Franken). Die Quartalsergebnisse des Ende Juni endenden Quartals sollen am 4. August veröffentlicht werden.

Mittelabfluss setzt sich fort

Zu allem Überfluss gelang es dem ehemals größter Vermögensverwalter der Welt immer noch nicht, den Abfluss von Kundengeldern zu stoppen. Bereits im ersten Quartal verbuchten die Schweizer einen Netto-Abfluss von 23 Milliarden Franken. Damit gerät eine bislang stabile Ertragsquelle des Instituts immer stärker unter Druck. Zusätzlichen negativen Einfluss auf die Entwicklung der Kundengelder könnte der Streit mit den US-Behörden haben.

Stark im Stresstest

Indes hat die UBS in einem von den Analysten der Deutschen Bank durchgeführten Stresstest gut abgeschnitten. Neben der UBS empfahlen die Experten auch andere europäische Großbanken zum Kauf. Welche, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des AKTIONÄR. Hier als ePaper.

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