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UBS bleibt im Jammertal

Thorsten Küfner

Die Schweizer Großbank hat mit ihren Zahlen für das abgelaufene zweite Quartal die Marktteilnehmer erneut enttäuscht. Der Verlust - bereits der siebte in den vergangenen zwei Jahren - fiel mit 1,4 Milliarden Franken höher aus als von Analysten erwartet. Die Aktie verliert daher im heutigen Handel deutlich.

Man könnte es schon beinahe als „konstant" bezeichnen: Die UBS hat ihren siebten Verlust innerhalb der letzten acht Quartal verbucht. Während der Großteil der von der Krise stark gebeutelten international tätigen Großbanken entweder schon für das erste oder zumindest nun für das zweite Quartal wieder ordentliche Ergebnisse präsentieren konnten, kämpfen die Schweizer weiterhin mit Verlusten in Milliardenhöhe. Mit einem Fehlbetrag von 1,4 Milliarden Franken enttäuschte die UBS die Experten, die mit einem Minus von nur 1,1 Milliarden Franken gerechnet hatten.

Kunden ziehen weiter ihr Geld ab

Im zweiten Quartal wurde das UBS-Ergebnis weniger stark als in den Vorquartalen von Abschreibungen auf Wertpapiere belastet. Diesmal schlug die Neubewertung von eigenen Verbindlichkeiten mit 1,2 Milliarden Franken negativ zu Buche. Zudem fielen Restrukturierungskostenn und Goodwill-Wertberichtigungen von zusammen rund einer Milliarden Franken an. Bereinigt um Sondereffekte verbuchte das Institut damit einen Vorsteuergewinn von 971 Millionen Franken. Schwer zu schaffen machte der UBS allerdings wieder der Abfluss von Kundengeldern. Nachdem im Berichtszeitraum erneut 40 Milliarden Franken abgezogen wurden, beläuft sich die Gesamtsumme des Kundengeldabflusses seit Beginn der Krise mittlerweile auf mehr als ein Viertel Billion Franken. Dies ist für die UBS besonders bitter, da dadurch die Provisionen in der Vermögensverwaltung erheblich sinken.

Nichts für schwache Nerven

Auch wenn es erste Anzeichen einer Verbesserung im operativen Geschäft gibt, hat die UBS nach wie vor mit schwerwiegenden Problemen zu kämpfen. Vor allem der massive (und nicht nur wegen der Steueraffäre in den USA wohl weiter anhaltende) Abfluss von Kundengeldern dürfte das Konzernergebnis auch in Zukunft noch deutlich belasten. Daher sollten aktuell nur sehr mutige Anleger bei der UBS einsteigen und ihre Position mit einem Stoppkurs bei 8,90 Euro absichern. Vorsichtigere Anleger sollten dagegen auf den Konkurrenten Credit Suisse, den Top-Tipp der Ausgabe 32/2009 (hier als ePaper), setzen.

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