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UBS: Neue Besen kehren gut?

Thorsten Küfner

Die UBS hat ihren Vorstandsvorsitzenden Marcel Rohner abgelöst. Er wird durch den ehemaligen Credit-Suisse-Chef Oswald Grübel ersetzt. Den Marktteilnehmern gefällt dieser Schritt: Die UBS-Aktie legt deutlich zu.

Die UBS hat ihren Vorstandsvorsitzenden Marcel Rohner abgelöst. Er wird durch den ehemaligen Credit-Suisse-Chef Oswald Grübel ersetzt. Den Marktteilnehmern gefällt dieser Schritt: Die UBS-Aktie legt deutlich zu.

Im Zuge des Steuerverfahrens in den USA hat sich die UBS von ihrem Chef Marcel Rohner getrennt. Rohner war seit Mitte 2007 Vorstandsvorsitzender des weltgrößten Vermögensverwalters. Laut Angaben der Bank habe er den Konzern bereits Anfang Januar über seine Rücktrittsabsichten informiert. Weiterhin im Amt bleibt hingegen der ebenfalls umstrittene Verwaltungsratschef Peter Kurer.

Im Kreuzfeuer der Kritik

Marcel Rohner wurde in den vergangenen Tagen von der Öffentlichkeit stark kritisiert. Ihm wurde vorgeworfen, er habe die Steuerprobleme der Bank in den USA mitzuverantworten. De UBS soll in den USA lebenden Bürgern zur Steuerflucht verholfen haben. Dies dürfte mehrheitlich während Rohners Zeit als Chef des Vermögensverwaltungsgeschäfts geschehen sein. Im Zuge der Affäre willige die UBS-Führung unter dem Druck der US-Behörden ein, Kundendaten an die US-Justiz herauszugeben. Dadurch gerieten vor allem Rohner und Kurer noch deutlich stärker unter Druck.

Wird nun alles besser?

Die Börse quittierte den Führungswechsel mit einem satten Aufschlag. Allerdings hatte die Aktie in den vergangenen Handelstagen auch deutlich an Wert verloren. Die Marktteilnehmer sind sich einig, auch Grübel könne die Probleme der UBS nicht sofort lösen. „Aber man kann ihm zutrauen, dass er das schafft“, erklärte ein Händler. Anleger sollten aktuell jedoch nichts überstürzen. Die Aktie hat charttechnisch noch keinen nachhaltigen Boden ausgebildet. Zudem könnten dem weltgrößten Vermögensverwalter nach der Herausgabe von Kundendaten weitere Kundengelder entzogen werden. Anleger sollten trotz der historisch niedrigen Bewertung abwarten, bis der Kapitalabfluss nachhaltig gestoppt werden kann.

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