Total-Aktie: Wie geht es weiter?
Die UBS hat ihre Bewertung für die Aktie des französischen Energiekonzerns Total trotz des Zwischenfalls auf der Elgin-Bohrinsel unverändert belassen und sieht weiter Potenzial. Derweil ist das Leck offenbar lokalisiert worden.
Nach Ansicht von UBS-Analyst Jon Rigby ist die derzeitige Situation auf der Elgin-Bohrinsel von Total nicht mit der Macondo-Ölkatastrophe im Golf von Mexiko 2010 vergleichbar. Es handele sich nicht um Öl, sondern um Gas. Außerdem seien von Seiten Großbritanniens zeitnah Umweltschutzmaßnahmen ergriffen worden. Weil er den Kursrückgang der Aktie in dieser Woche für übertrieben hält, bleibt seine Bewertung für das Papier unverändert auf „Neutral". Das Kursziel belässt er bei 44,00 Euro.
Leck gefunden
Nach Angaben von Total habe man das Leck mittlerweile identifiziert. Demnach tritt das Gas an der Bohrinsel 25 Meter über der Wasseroberfläche aus und legt sich teilweise als Kondensat aufs Meer ab. Bisher war befürchtet worden, dass sich die Austrittsstelle unter Wasser befinden könnte. Dies hätte das weitere Vorgehen erheblich erschwert. Auch was die möglichen Umweltschäden angeht könnten sich die Befürchtungen als übertrieben herausstellen. Der schottische Ministerpräsident Alex Salmond erklärte im Parlament in Edinburgh, dass die bisher aufgetreten Umweltbeeinträchtigungen gering seien.

Nur Mutige greifen zu
Auch wenn sich die Lage in der Nordsee leicht entspannt zu haben scheint, sollten ausnahmslos mutige Anleger einen Einstieg in Erwägung ziehen. Zwar ist die Aktie von Total günstig bewertet und dürfte sicherlich vom hohen Ölpreis weiterhin profitieren. Die Risiken sind allerdings weiterhin schwer kalkulierbar. Der Stopp-Loss sollte bei 35,50 Euro liegen.
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