Steffen Eidam
Swatch ist nicht nur Uhrenhersteller, sondern Kultobjekt für Millionen von Fans. Der Hype nimmt kein Ende und beschert den Schweizern satte Gewinne. Die Aktien dürfte daher ihre Klettertour weiter fortsetzen.
Sie waren dabei, als die ersten Menschen auf dem Mond landeten und stehen James Bond bis heute zur Seite, wenn er die Welt vor Schurken rettet. Die Rede ist von Uhren der Nobel-Marke Omega. Und die gehört wie viele andere Marken zum Schweizer Uhren-Imperium Swatch. Dass dessen Uhren voll im Trend liegen, beweist das jüngste Zahlenwerk. 2010 könnte zum besten Jahr in der Firmengeschichte werden.
Den Markt klar abgehängt
Die Swatch Group geht gestärkt aus der Krise hervor. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sank der Gewinn lediglich um 8,9 Prozent auf 763 Millionen Schweizer Franken und lag somit deutlich über dem Analystenkonsens von 698 Millionen Franken. Während der Swatch-Umsatz um acht Prozent schrumpfte, brachen die gesamten Uhrenexporte der Schweiz im gleichen Zeitraum um 22,3 Prozent ein. Swatch hat die Marktanteile praktisch in allen Preissegmenten und Märkten erhöht. Erfreulich: Im zweiten Halbjahr erreichte die operative Marge mit über 20 Prozent sogar das Niveau von 2008. Ein großes Plus ist die breite Streuung im Hauptsegment Uhren und Schmuck. Mit 19 bekannten Marken wie Glashütte, Longines oder Swatch decken die Eidgenossen alle Segmente ab. Die Kernmarke Omega stand zuletzt als Zeitnehmer der Olympischen Spiele in Vancouver im Fokus eines Milliardenpublikums.

Exzellente Aussichten
Bereits im Dezember 2009 zogen die Exporte um über 30 Prozent an. Im Januar folgte erneut ein zweistelliges Wachstum. Kein Wunder, dass sich Firmenlenker Nick Hayek im Hinblick auf die weitere Geschäftsentwicklung fast euphorisch zeigt: "Wir befinden uns bereits auf einem Level für die Monate Januar und Februar, wo ich sagen kann, dass 2010 zum besten Jahr überhaupt für die Swatch Group werden dürfte." Für 2010 liegt nach Einschätzung von Hayek ein hohes zweistelliges Umsatzwachstum in Lokalwährungen "im Bereich des Möglichen".
Die Uhren ticken richtig
Dank der Anziehungskraft der eigenen Marken, einer guten Diversifizierung der Produktpalette sowie der globalen Präsenz inklusive einer starken Stellung in den Wachstumsmärkten präsentiert sich Swatch in einer glänzenden Verfassung. Weitere Fortschritte auf der Kostenseite sowie eine allmähliche Konjunkturbelebung sollten zudem für eine Verbesserung der ohnehin schon starken Marktstellung führen.
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