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Swatch, der Schweizer Gipfelstürmer

Steffen Eidam

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Swatch-Gründer Nicolas Hayek ist am Montag im Alter von 82 Jahren gestorben. Der schillernde Unternehmer galt als einer der wichtigsten Männer in der Schweizer Uhrenindustrie. Sein Konzern stürmt unterdessen von einem Hoch zum nächsten. Die Aktie ebenfalls.

Der Vollblutunternehmer Nicolas Hayek ist im Alter von 82 gestorben. Mr Swatch galt als einer der schillerndsten Unternehmerpersönlichkeiten in der Schweiz. Seine Verdienste für die Schweizer Uhrenindustrie reichen weit über die Erfindung der Swatch-Uhren hinaus. Er gab dem schwächelnden Industriezweig zur rechten Zeit neue Impulse. Seine Swatch-Group kann daher als Paradebeispiel seines Wirkens betrachtet werden. Mittlerweile wird der weltbekannte Konzern von seinem Sohn Nick Hayek geführt. Mit ähnlichem Erfolg.

"Mr Swatch" ist tot

Der 1928 in Beirut gebohrene Nicolas Hayek starb gestern - bezeichnend für seine Persönlichkeit - an seinem Arbeitsplatz an Herzversagen. Der schillernde Unternehmer erregte in der Öffentlichkeit oftmals durch seine Visionen und sein äußeres Erscheinungsbild Aufsehen. Hayek zeigte sich oft mit mehreren Uhren gleichzeitig an den Armen und offenem Hemdkragen. Seine Ideen sorgten nicht nur in der Uhrenindustrie für Anklang, wie das Kleinwagen-Modell Smart beweist. Mercedes konstruierte die Baureihe nach Hayeks Plänen. Hayek gründet 1983 den Vorgänger der jetzigen Swatch Group, unter deren Dach Weltmarken wie Omega, Tissot oder Glashütte firmieren. 2003 gab er die Firmenleitung an seinen Sohn Nick Hayek ab. Senior Hayek war bis zuletzt als Verwaltungsratpräsident im Konzern präsent.


Asien-Boom beflügelt Aktie

Die Aktie von Swatch ist auf ihrem Höhenflug scheinbar nicht zu stoppen. Swatch erwirtschaftet gut ein Drittel seiner Erlöse in den Schwellenländern. Für 2010 und 2011 rechnen Experten in dieser Region mit einem zweistelligen Umsatz- und Gewinnwachstum. Der Konzern bietet darüber hinaus angesichts einer Eigenkapitalquote von derzeit 78 Prozent und einer Nettoliquidität von 1,5 Milliarden Schweizer Franken eine hervorragende finanzielle Basis. Auch der schwache Euro dürfte das Geschäft der Schweizer Kult-Manufaktur beflügeln.

DER AKTIONÄR bekräftigt seine Kaufempfehlung für die Swatch-Aktie und erhöht sein Kursziel auf 300 Euro.

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