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Starke Zahlen: Philips überrascht Analysten

Sascha Grundmann

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Philips hat am Montag überraschend gute Zahlen für das erste Quartal geliefert. So konnte der niederländische Elektronikkonzern einen Gewinn bekannt geben, der höher lag als von den Analysten erwartet. Und auch wenn Philips selbst etwas auf die Euphoriebremse tritt - noch gibt es einige Gründe für einen Kauf der Aktie.

Philips hat es schon wieder gemacht: Wie bereits im Jahresviertel zuvor hat der niederländische Elektronikkonzern mit den Zahlen für das erste Quartal 2010 die Erwartungen des Marktes deutlich übertroffen. Bei einem Umsatz von 5,7 Milliarden Euro erwirtschaftete Philips einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 504 Millionen Euro. Der Durchschnitt der Analysten hatte mit nur 294 Millionen gerechnet. Im Vorjahreszeitraum hatte sogar noch ein Verlust zu Buche gestanden.

Verantwortlich für das Wachstum im ersten Jahresviertel waren die Umsatzsteigerungen unter anderem bei den Sparten Verbraucher-Elektronik (plus 11 Prozent) und Beleuchtung (plus 18 Prozent).

Nachhaltige Maßnahmen

Was ebenfalls dem Vorquartal ähnelt, ist die Zurückhaltung, mit der man bei Philips selbst die jüngsten Zahlen kommentiert. Vorstandschef Gerard Kleisterlee sprach davon, dass "die wirtschaftliche Unsicherheit hoch und das Verbrauchervertrauen niedrig" bleibe. Dass der Konzern vor diesem Hintergrund keinen Ausblick gibt, ist allerdings auch nichts Ungewöhnliches - darauf hatte Philips auch im Januar, bei der Bekanntgabe der letzten Quartalszahlen, verzichtet. Nichtsdestotrotz machen die Zahlen des jüngsten und des vorangegangenen Quartals Hoffnung, dass die Sparmaßnahmen von Philips nachhaltiger Natur sind. Zumal für das zweite Halbjahr noch eine Sonderkonjunktur durch die Fußball-Weltmeisterschaft winkt, in deren Zuge Philips etwa im Bereich Flachbildfernseher noch einiges an Wachstum generieren könnte.

Turnaroundfavorit

Dass Philips mit seinen jüngsten Ergebnissen die Erwartungen des Marktes schlagen konnte, ist positiv zu werten. Dass der Konzern erneut keinen konkreten Ausblick gegeben hat, ist zwar ein kleiner Wermutstropfen, dürfte aber die Aktionäre nicht wirklich beunruhigen - das kennen sie ja bereits. Die Aktie von Philips ist nach wie vor einer Favoriten des AKTIONÄR in Sachen Turnaroundstorys.

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