Alfred Maydorn
Seit Multimilliardär George Soros vor wenigen Tagen angekündigt hat, eine Milliarde Dollar in erneuerbare Energien zu investieren, wird eifrig spekuliert, welche Firmen mögliche Kaufkandidaten sein könnten. DER AKTIONÄR spekuliert mit.
Die lebende Investmentlegende George Soros will eine Milliarde Dollar in erneuerbare Energien investieren - und damit einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten. Aber neben diesem ehrenwerten Ziel will Soros natürlich auch Geld verdienen.
Buffett hat es vorgemacht
An welche Branchen oder Einzeltitel Soros denkt, ließ er offen. Sein „Kollege" Warren Buffett hat sich bekanntlich bereits vor einem Jahr mit zehn Prozent am chinesischen Batteriehersteller BYD beteiligt. Das Investment hat sich gelohnt, das eingesetzte Kapital hat sich bis heute mehr als verachtfacht!
China im Blick?
Man darf gespannt sein, ob George Soros ein ähnlich gutes Gespür aufweist. Nicht auszuschließen, dass auch Soros in China investiert, etwa in eine der zahlreichen börsennotierten Solarunternehmen, etwa Suntech Power oder Yingli Green Energy. Auch ein Investment in die Windbranche ist denkbar. Mögliche börsennotierte Kandidaten hier: Der chinesische Entwickler von Windturbinen A-Power und American Superconductor, mit einem Umsatzanteil von über 90 Prozent einer der führenden Zulieferer elektrischer Bauteile für Windanlagen in China. Neuesten Gerüchten zufolge soll auch die Schweizer ABB Interesse an American Superconductor haben.
Smart Grid als Option?
Denkbar ist auch ein Investment von Soros im Bereich Smart Grid, denn letztlich hilft ein effizienterer Stromverbrauch ebenfalls bei der Bekämpfung des Klimawandels. Hier könnte unter anderem die Aktie von Echelon in Betracht kommen, die DER AKTIONÄR schon seit einigen Monaten zum Kauf empfiehlt.
Selbst die richtige Auswahl treffen
Die Liste der potenziellen Kandidaten für eine mögliche Soros-Beteiligung ließe sich noch ein ganzes Stück verlängern. Anleger sollten bei der Auswahl ihrer Öko-Aktien auf ein vernünftiges Geschäftsmodell, ordentliches Wachstum, schwarze Zahlen und eine gesunde Bilanz achten - dann ist nicht nur die Wahrscheinlichkeit eines Soros-Einstieges größer, sondern auch ohne Soros eine überdurchschnittliche Kursentwicklung zu erwarten.